Motoball: Reportage (Archivversion) MENSCH UND MASCHINE

Was auf den ersten Blick womöglich etwas improvisiert aussieht, hat durchaus System. Ausrüstung und Spielgerät sind absolut praxisgerecht.

Frank Bücher (unten links) ist der Spielführer des MSC Taifun Mörsch und deutscher Nationalspieler. Zusammen mit seinem Feldspieler-Kameraden Bastian Gütlich zeigte er MOTORRAD die Motoball-Ausrüstung. Die Bekleidung ähnelt einer Motocross-Montur, allerdings verzichten die Fahrer auf einen Brust- und Schulterpanzer. Den Kopf schützt ein Jethelm. Visier oder Brille tragen die Spieler nicht, denn der gute Überblick ist beim Motoball alles. Die Füße stecken in halbhohen Leder-Schnürstiefeln. Darüber sitzt ein langer Schienbeinschutz aus extrem hartem Kunststoff. Cross-Stiefel wären zu unflexibel und damit zu unsicher.Die Motorräder sind Spezialanfertigungen mit 250 cm3 großen und extrem drehmomentstarken Einzylinder-Zweitaktmotoren, die um die 50 PS leisten. Frank fährt eine etwas ältere luftgekühlte Rotax, Bastian eine moderne flüssigkeitsgekühlte Gas Gas. Die sehr tief liegenden und mit nur minimalem Federweg auskommenden Maschinen haben links und rechts Fußbremshebel. Die zwei Gänge werden bei den meisten Motoball-Motorrädern über Handhebel geschaltet: rechts erster Gang, links zweiter Gang (ohne Kupplung). Handbrems- und Kupplungshebel liegen an der gewohnten Stelle. Neben dem Vorderrad und unter dem Motor sind Bügel montiert, die die Ballführung erleichtern.Die Maschinen und Großteile der Ausrüstung sind beim MSC Taifun und auch bei fast allen anderen Clubs Vereinseigentum, das den Spielern zur Verfügung gestellt wird. Damit ist Motoball eine der günstigsten Motorsportarten.Noch mehr Motoball-Infos gibt’s im Internet unter www.msc.taifun.de und unter www.motoball.de.

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