Motocross der Nationen (Archivversion) Alles nach Plan

Ob’s die Angst vor Anschlägen war oder schlichtes Desinteresse am Geschehen außerhalb der USA tat letztlich nichts zur Sache. Fakt war: Das amerika-
nische Team ließ sich beim Motocross der Nationen im holländischen Lierop ersatzlos aus der Starterliste streichen. Was der Vorzeige-Veranstaltung des Stollen-Metiers, die seit über zwei Jahrzehnten durch die Rivalität zwischen den elitären US-Crossern und den Europäern geprägt wird,
vorab einen Teil ihres Reizes raubte.
Sportliche Überraschungen gab es für die gut 20000 Fans, die die sandige Piste nahe Eindhoven säumten, keine. Wie erwartet zogen sich die Belgier am besten aus der Affäre, vor allem der achtfache Weltmeister Stefan Everts. Er gewann trotz vier Tage zuvor gebrochenen Wangenknochens beide Läufe, so dass es Youngster Kevin Strijbos und Ex-Weltmeister Steve Ramon verhältnismäßig ruhig angehen lassen konnten.
Wenig erstaunlich auch der zweite Platz der sandgewohnten Holländer vor den Franzosen, in deren Mannschaft nur Vize-Weltmeister Mickael Pichon brillierte. Pech für das mitfavorisierte Team aus
Neuseeland, das mit Motorschaden an der 250er-Viertakt-KTM von Weltmeister Ben Townley und Kupplungsdefekt an Joshua Coppins’ 450er-Honda sich mit Platz sieben unter Wert geschlagen geben musste.
Und die Deutschen? Die schwarz-rot-goldene Equipe mit den Youngstern Maxi Nagl, Dennis Schröter und Marcus Schiffer zog sich achtbar, letztlich aber doch chancenlos mit Platz elf aus der Affäre.

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