Motocross-WM 2010 in Fermo/Italien (mit Videos) Roczen siegt und Musquin schläft

Marvin Musquin, der vorzeitige Weltmeister in der Motocross-Klasse MX2, ließ es beim Rennen im italienischen Fermo zu ruhig angehen und sah kein Land gegen den stark auffahrenden Ken Roczen, der aus beiden Rennen als Sieger hervor ging.

Foto: Bauerschmidt

Marvin Musquin fährt nach sechs Runden des ersten Rennens im Saisonfinales auf der neugestalteten Monterosato-Piste an zweiter Position mit Rundenzeiten im Bereich von 1.51 Minuten, die für 32 seiner 36 Gegner völlig außer Reichweite sind. Und was muss er auf seiner KTM-WerksBoxentafel lesen? "YOU SLEEP - Du schläfst" steht da vorwurfsvoll in Großbuchstaben. Schuld an dem rüden Weckruf war ein 16-jähriger Lümmel, den die alte und neue MX2-Hierarchie so gar nicht interessiert. Ken Roczen aus Mattstedt in Thüringen fuhr mit sichtbarer Leichtigkeit noch mal fast zwei Sekunden pro Runde schneller als der Champion.

Am Ende von Rennen eins ließ es der Teka-Suzuki-Fahrer bei gut 17 Sekunden Vorsprung gut sein. Im zweiten Rennen zeigte sich Musquin tatsächlich wacher und bot seinem jugendlichen Herausforderer ein überaus sehenswertes Saisonfinalduell, bis er in der 16. von 21 Runden leider stürzte. Roczen fuhr danach auch den zweiten Sieg um höchst bequeme 24 Sekunden vor dem französischen Kawasaki-Reiter Steven Frossard nach Hause und zeigte bei aller akuten Überlegenheit großen Respekt vor Meister Musquin. "Das wichtigste war mir, dass ich bei einer Vorbeifahrt an den Boxen erkannt habe, dass Marvin nach dem Sturz ok war", so King Kenny nach seinem letzten GP für Suzuki

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Foto: KTM

Die WM der MX1-Königsklasse war ebenfalls schon vor dem Finale entschieden, so dass der italienische Weltmeister Antonio Cairoli seinen Totalausfall im Wortsinne besser verschmerzen konnte. Nach schlechtem Start im ersten Rennen klemmte er sich bei der Aufholjagd von Rang 19 nach vorn seinen linken Fuß unter der Fußratse der Werks-KTM ein, gab danach auf und verzichtete auf das zweite Rennen. Sein deutscher Teamkollege Max Nagl fuhr nach zwei für seine Verhältnisse eher bescheidenen Starts mit großem Kämpferherzen noch auf die Rang fünf und vier nach vorn.

MX1-GP Fermo/Italien Top-10:

1. Clement Desalle  - Suzuki
2. Steve Ramon - Suzuki
3. Sebastien Pourcel - Kawasaki
4. Xavier Boog - Kawasaki
5. Max Nagl - KTM
6. David Philippaerts - Yamaha
7. Joshua Coppins - Aprilia
8. Rui Concalves - KTM
9. Davide Guarneri - Honda
10. Gregory Aranda - Kawasaki

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MX2-GP Fermo/Italien Top-10:

1. Ken Roczen - Suzuki
2. Gautier Paulin - Yamaha
3. Arnaud Tonus - Suzuki
4. Steven Fossard - Kawasaki
5. Joel Roelants - KTM
6. Zach Osborne - Yamaha
7. Michael Leib - Kawasaki
8. Jake Nicholls - KTM
9. Christophe Charlier - Yamaha
10. Marvin Musquin - KTM

VIDEO - MX1-GP Fermo/Italien Rennen 1:


VIDEO - MX1-GP Fermo/Italien Rennen 2:


VIDEO - MX2-GP Fermo/Italien Rennen 1:


VIDEO - MX2-GP Fermo/Italien Rennen 2:


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