Motocross-WM Uddevalla/S (Archivversion) Oberwasser

So viel wie möglich, aber nicht mehr als nötig. Diesen Slogan hat der
siebenfache Motocross-Weltmeister Stefan Everts verinnerlicht wie kein anderer. Denn nachdem der Kampf um den Titel
in der MX1-WM nach der Knieverletzung von Vizeweltmeister Mickael Pichon für den Belgier wesentlich einfacher wird, nahm der Yamaha-Werkspilot bereits am folgenden WM-Meeting im schwedischen Uddevalla das Gas raus. Das Resultat: zwei vierte Ränge. Nutznießer der neuen Taktik wurde der Neuseeländer Joshua Coppins. Der Honda-Pilot konnte beide Läufe – je einen vor Landsmann Ben Townley und einen vor Evergreen Joël Smets – gewinnen.
Prima Auftritt für Max Nagl in der MX2-WM: Der 17-jährige Bayer wurde im ersten Lauf auf Rang neun liegend von einem
defekten Motor aus dem Rennen geworfen, tröstete sich aber mit dem stattlichen siebten Rang im zweiten Lauf. Beide Siege holte sich der Sizilianer Antonio Cairoli, der damit in der Tabelle WM-Leader Andrew McFarlane ein gutes Stück näher rückte.
Im Rahmenprogramm des Motocross-WM-Laufs fand auch die Premiere des
so genannten Frauen-MX-Weltpokals statt. Klare Chefin der 27 Damen aus zehn
Ländern: die aus Dielheim in der Nähe von Heidelberg stammende Stephanie Laier. Die 19-Jährige KTM-Pilotin holte beide Laufsiege locker vor Katherine Prumm
aus Neuseeland und der Französin Livia Lancelot. Künftig soll diese WM möglicherweise zur Serie ausgeweitet werden.
Ebenfalls auf mehr Unterstützung dürfen ab der nächsten Saison die Privat-
fahrer in der Motocross-WM hoffen. Wie Promoter Youthstream verkündete, wird
jedes Privatteam für die Übersee-Grand-Prix mit 6000 Euro pro Veranstaltung unterstützt. Zudem wird 2006 ein Jahres-Preisgeldtopf von 100000 Euro nur unter den Privatfahrern ausgeschüttet. pm

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