MotoGP-Testfahrten in Valencia/E und Sepang/MAL (Archivversion) Saisonstart 2008

Die MotoGP-Saison 2008 begann nur wenige Tage nach dem Finale im spanischen Valencia, wenn auch ohne Valentino Rossi. Der siebenfache Ex-Weltmeister kurierte zum einen seinen beim letzten Rennen der Saison gebrochenen Finger aus. Zum anderen darf der Italiener, der 2008 als einziger Yamaha-Fahrer auf Bridgestone-Reifen un­terwegs sein wird, aufgrund eines eigenartigen Deals zwischen seiner neuen Reifenfirma und dem bisherigen Ausstatter Michelin im ablaufenden Jahr nur ein einziges Mal testen, nämlich Ende des Monats im spanischen Jerez. Darüber hinaus machte Dr. h.c. Rossi in Italien Schlagzeilen als inzwischen reuiger Steuersünder. Offenbar steht auch hier ein Deal unmittelbar bevor, diesmal mit den italienischen Steuerbehörden. Knapp 30 der ursprünglich ausstehenden 112 Millionen Euro wird Rossi dem italienischen Fiskus am Ende wohl überweisen.
Von solchen Dingen weitestgehend unbehelligt legten sich bei den ersten Testfahrten mit Blickrichtung auf die Saison 2008 hauptsächlich die beiden Honda-Werksfahrer mächtig ins Zeug. Sowohl Vizeweltmeister Daniel Pedrosa wie auch Ex-Champion Nicky Hayden (Foto links) zeigten sich von der komplett neu kons-truierten Honda RC 212 V, Jahrgang 2008, sehr beeindruckt. Und der Eindruck täuschte nicht. Auf der malaysischen GP-Strecke Sepang schockte Kentucky-Kid Hayden die Konkurrenz mit einer Rundenzeit von 2.00,592 Minuten. Damit lag er 1,2 Sekunden vor dem Zweitschnellsten des Tages, Colin Edwards. Der fuhr erstmals nicht mehr die Werks-Yamaha, sondern im Tech-3-Satelliten-Team des gleichen Herstellers. Hayden war auch im Vergleich zur Pole Position des Sepang-Grand-Prix nur vier Wochen zuvor um eine gute Sekunde schneller. Den hatte sein Werksfahrer-Kollege Daniel Pedrosa noch mit der alten Honda RC 212 V erzielt. Lediglich das Ducati-Weltmeisterteam entging dem Honda-Aufschlag. Die Italiener schwänzten nämlich die Sepang-Tests. mtr

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