MotoGP-Tests in Jerez/E: Rossi auf Bridgestone (Archivversion) Die Premiere

Fahrerwechsel innerhalb der MotoGP-Klasse für 2008, die ersten Runden der 250er-Neuankömmlinge Jorge Lorenzo und Andrea Dovizioso auf ihren künftigen 800-cm³-Raketen – lauter interessante Themen bei den letzten Testfahrten vor der Winterpause im spanischen Jerez.

Doch am meisten Aufmerksamkeit wurde Yamaha-Star Valentino Rossi zuteil. Denn zum ersten Mal seit sieben Jahren rückte der Italiener nicht auf Michelin-, sondern auf Bridgestone-Reifen aus. Rossi hatte die mangelhafte Leistung der Michelin-Pneus dafür verantwortlich gemacht, dass er 2007 keine Chance auf eine Rückeroberung des 2006 verlorenen MotoGP-WM-Titels hatte, und den Reifenwechsel erzwungen.

Mit den ungewohnten Gummis kam er schnell zurecht und war am zweiten der drei Testtage Zweitschnellster hinter Honda-Werksfahrer Dani Pedrosa auf Michelin. Tags darauf konnte er jedoch nicht mit den Schnellsten mithalten. Das beim Sturz in Valencia einen Monat zuvor verletzte Hand-gelenk schmerzte zu stark.

Pech hatte Weltmeister Casey Stoner, der am zweiten Tag mit seiner Ducati stürzte und sich einen Bänderriss in der linken Schulter zuzog. Der Australier flog zur Behandlung umgehend in seine Heimat und musste deshalb die große Ducati-WM-Party im Zentrum von Bologna am Wochen­ende sausen lassen.abs

Testzeiten nach drei Tagen: Dani Pedrosa (E/Honda) 1.38,562 min; Nicky Hayden (USA/Honda) 1.38,848; Jorge Lorenzo (E/Yamaha) 1.39,464: Andrea Dovizioso (I/Honda) 1.39,747; Shinya Nakano (J/Honda) 1.40,121; Valentino Rossi (I/Yamaha) 1.40,134; Colin Edwards (USA/Yamaha) 1.40,184; Alex de Angelis (RSM/Honda) 1.40,185; James Toseland (GB/Yamaha) 1.40,213; Casey Stoner (AUS/Ducati) 1.40,221.
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