MotoGP-Tests in Sepang und Phillip Island (Archivversion)

Honda dominiert

Das Warm-up für die am 18. April in Südafrika beginnende Grand-Prix-Saison läuft auf Hochtouren. Fernab vom winterlichen Europa drehen die wichtigsten MotoGP-Teams eifrig ihre Runden. Zuletzt bei einem knapp einwöchigen Testmarathon in Malaysia und Australien. Wer dabei im Mittelpunkt des Interesses stand, ist klar: Valentino Rossi und die Frage, wie sich der von Honda zu Yamaha gewechselte Weltmeister mit seiner neuen Maschine im Vergleich zur Konkurrenz schlägt. Im schwül-heißen Sepang war der 25-jährige Italiener Fünfter mit 0,7 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit seines letztjährigen Honda-Teamkollegen Nicky Hayden. Im sonnigen, angenehm warmen Phillip Island wurde Rossi erneut hinter einem Rudel Honda-Fahrer sowie Loris Capirossi (Ducati) mit der sechstschnellsten Zeit registriert. Diesmal lag er eine halbe Sekunde hinter dem Bestwert zurück, den sein Erzrivale Max Biaggi markieren konnte.
Rossi hat verschiedene Varianten des Yamaha-Reihenvierzylinders probiert und glaubt, dass er in Australien das richtige Basistriebwerk gefunden hat: »Mein Cheftechniker Jeremy Burgess und ich haben den Motor ausgesucht, der unserer Meinung nach das größte Potenzial hat. Wir brauchen zwar noch einiges an Leistung, aber ich denke, die werden wir bei den nächsten Tests finden.«
In Sepang mischte auch das Kawasaki-Werksteam mit. Shinya Nakano (13.) und Alex Hofmann (15.) landeten mit den neuen Prototypen im Mittelfeld. Zwischen den beiden konnte sich Kenny Roberts
platzieren. Doch für den Suzuki-Piloten war das Testprogramm schon am ersten Tag vorzeitig beendet, als bei Tempo 290 der Hinterreifen platzte. Wie durch ein Wunder überstand der Ex-Weltmeister den Unfall mit schweren Prellungen. Roberts’ Malheur mit dem Bridgestone-Reifen
beeinträchtige auch die Zeitenjagd der auf demselben Fabrikat rollenden Kawasaki. Bridgestone gab nach dem Crash erst mal keine speziellen Reifen mehr, sondern nur noch Standard-Pneus heraus.
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(Archivversion) - Rossi –
oder wer?

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der Verlängerung des Einsendeschlusses auf
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E-Mail an gdussler@motorpresse.de senden. Auslosung am Saisonende.

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Bestzeiten Phillip Island
Pos. Fahrer (Nation) Maschine Runden (Min.)
1. Max Biaggi (I) Honda 1.30,21
2. Colin Edwards (USA) Honda 1.30,45
3. Sete Gibernau (E) Honda 1.30,60
4. Nicky Hayden (USA) Honda 1.30,68
5. Loris Capirossi (I) Ducati 1.30,71
6. Valentino Rossi (I) Yamaha 1.30,75
7. Alex Barros (BR) Honda 1.30,88
8. Makoto Tamada (J) Honda 1.31,25
9. Troy Bayliss (USA) Ducati 1.31,56
10. Ruben Xaus (E) Ducati 1.31,64

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Ergebnisse
Pos. Fahrer (Nation) Maschine Runden
1. Jean-Claude Mousée (F) Honda 12
2. Timotei Potisek (F) Honda 12
3. Thierry Bethys (F) Honda 12
4. Thierry Klutz (B) Gas Gas 12
5. Franck Verhaeghe (F) Yamaha 11
6. Yves Deudon (F) Kawasaki 11
7. Franck Duflou (F) Yamaha 11
8. Rudy Vergriete (F) Yamaha 11
9. Arnaud Demeester (F) Yamaha 11
10. Jeremy Lefevre (F) Honda 11
32. Christoph Lessing (D) KTM 10
84. Jan Siegel (D) Yamaha 9
88. Lothar Mayer (D) KTM 8

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