MotoGP-Tests in Sepang/MAL (Archivversion) Tamada überrascht

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge konnten die Honda-Rennmanager nach erneuten dreitägigen Probefahrten auf dem malaysischen GP-Kurs Sepang zusammenpacken: Dieses Mal war es weder Weltmeister Valentino Rossi (Yamaha) noch dem zuletzt in Sepang superschnellen Loris Capirossi (Ducati) gelungen, den größten Motorradhersteller der Welt zu ärgern – die inoffizielle Bestzeitenliste wurde von drei Honda-Piloten angeführt. Allerdings mit einem kleinen Schönheitsfehler, denn ganz vorne stand nicht Honda-Wunsch-Weltmeister Max
Biaggi aus dem offiziellen Repsol-Werksteam, sondern Makoto Tamada vom Konica-Minolta-Kundenteam. Tamada, der für 2005 von Bridgestone- auf Michelin-Reifen wechselt, hatte erstmals einen Qualifier aus französischer Produktion aufziehen lassen und sich damit sofort wohl gefühlt: »Bei Bridgestone gab es kaum einen Unterschied zwischen Renn- und Qualifikationsreifen – bei Michelin ist er gewaltig.«
Was die Zeiten von Tamada, Biaggi und Alex Barros wert sind, ist schwer zu sagen: Sowohl Capirossi als auch Rossi waren durch eine Erkältung geschwächt. Unterdessen taten sich die MotoGP-Umsteiger wie Colin Edwards, Carlos Checa und Troy Bayliss schwer. Troy Bayliss, von Ducati zu Honda gewechselt, hofft auf die nächsten Tests in seiner Heimat Australien: »Die Strecke in Phillip Island kenne ich gut, das wird mir helfen, die Honda besser zu verstehen.« Die moderate Vorstellung von Kawasaki-Werkspilot Shinya Nakano ist darauf zurückzuführen, dass er den neuen Big-Bang-Motor ausprobierte. Die Suzuki-Truppe hatte bereits vor den gemeinsamen Tests der übrigen Teams trainiert und
stolz vermeldet, dass Kenny Roberts mit der neuen GSV-R Rossis bestehenden Rundenrekord »zerschmettert« habe. Hinter Tamadas Bestzeit liegt Roberts freilich um eine starke Sekunde zurück. abs

www.motogp.com

Themenseiten

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote