Motorrad einmotten (Archivversion) Motorrad einmotten

Wer im Frühjahr kein böses Erwachen erleben will, sollte sein Motorrad für den Winterschlaf fit machen. Der erste Schritt ist eine gründliche Reinigung des Bikes, da Schmutz Feuchtigkeit anzieht und sich daher als ideale Brutstätte für jegliche Art von Korrosion erweist. Dabei auch verwinkelte und schlecht zugängliche Ecken nicht vernachlässigen. Anschließend empfiehlt sich das Einwachsen aller Lackoberflächen sowie die Konservierung empfindlicher Oberflächen und Lagerstellen mit Korrosionsschutzöl (1). Die Kette wird ebenfalls gründlich gereinigt und satt geschmiert.Wer nun bei noch warmem Motor einen Ölwechsel vornimmt, kann im Frühjahr gleich durchstarten. Dies klappt jedoch nur dann problemlos, wenn man beim Einmotten den wichtigsten Schritt bei Vergaser-bestückten Motoren, das Entleeren der Schwimmerkammern (2), nicht unterlässt. Bereits nach relativ kurzen Standzeiten von zwei bis drei Monaten können Ablagerungen die Düsenstöcke zusetzen und eine teure Reinigung der Vergaser notwendig machen. Apropos Sprit: Motorräder mit unversiegelten Stahlblechtanks sind am besten vor Rost geschützt, wenn das Benzinfass bis zum Einfüllstutzen betankt wird. Behälter aus Aluminium oder Kunststoff sollten hingegen vollständig entleert werden, damit frischer Sprit den Start in die neue Saison erleichtert.Überwintert die Maschine in ungeheizten Räumen oder gar im Freien, ist bei wassergekühlten Motoren unbedingt auf ausreichenden Frostschutz zu achten (3). Außerdem sollte in diesem Fall die Batterie ausgebaut und trocken sowie frostfrei gelagert werden (4). Meist reicht es aus, die Batterie ein- bis zweimal vor dem Wiedereinbau zu laden. Weil bei längeren Standzeiten immer etwas Luft aus den Reifen entweicht, ist es ratsam, den Luftdruck an beiden Rädern um etwa 0,3 bar zu erhöhen (5). Zuletzt wird die Maschine so aufgebockt, dass beide Räder vollständig entlastet sind (6).

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