Motorrad einmotten (Archivversion)

Alle Jahre wieder...

...zwingt der Winter Motorräder in den unfreiwilligen Winterschlaf. Gut vorbereitet, überstehen sie problemlos die Frost-Periode und sind beim nächsten Frühlings-Erwachen top fit.

Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen – gerade jetzt im Herbst sollten sich Biker dieses alte Sprichwort zu Herzen nehmen und ihr bestes Stück rechtzeitig vor dem ersten Schnee auf die Winterpause vorbereiten. So ist das Saisonende der ideale Zeitpunkt für eine Inspektion ohne lange Wartezeit, da die Werkstätten zu dieser Jahreszeit eher schwach ausgelastet sind. TÜV-Termine, die in den Abmeldezeitraum fallen, werden ebenfalls vor der Stilllegung erledigt, damit die Wiederzulassung im Frühjahr nicht am abgelaufenen Stempel scheitert. Zuletzt wird die Maschine – wie nebenstehend beschrieben - für die Ruhephase präpariert.
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1. Motorrad waschen (Archivversion) -

Schmutz zieht Feuchtigkeit an und erweist sich als ideale Brutstätte für jegliche Art von Korrosion. Deshalb steht als erstes eine gründliche Wäsche an. Nur für den gröbsten Dreck darf der Dampfstrahler ran, besser ist die schonende Wäsche mit Schwamm und Eimer.

2. Öl wechseln (Archivversion) -

Die Verbrennungsrückstände im Motoröl sind für heutige Alu-Triebwerke zwar kein Problem mehr, aber wer den ohnehin fälligen jährlichen Öl- und Filterwechsel (in betriebswarmem Zustand) vorzieht, kann im Frühjahr bei schönem Wetter gleich durchstarten.

3. Tank leeren/volltanken (Archivversion) -

Motorräder mit einem Tank aus Kunststoff (viele Enduros, einige Modelle von Triumph) oder Aluminium (beispielsweise BMW K-Modelle) überwintern am besten mit vollständig entleertem Spritbehälter. So lässt sich die Alterung des Benzins bei längeren Standzeiten vermeiden, bei der sich zündfähige Bestandteile des Kraftstoffs verflüchtigen können. Für innen unversiegelte Stahlblechtanks gilt allerdings nach wie vor: Den besten Rostschutz in feuchtem Klima erzielt man mit einem bis zum Einfüllstutzen befüllten Benzinfass.

4. Schwimmerkammer leeren (Archivversion) -

Der wichtigste Schritt beim Einmotten eines Motorrads ist die Entleerung der Schwimmerkammern der Vergaser. Bereits relativ kurze Standzeiten von zwei bis drei Monaten können Ablagerungen an den Düsenstöcken zur Folge haben, die im Frühjahr eine teure, weil arbeitsintensive Reinigung der Vergaser erforderlich machen.

5. Konservierung (Archivversion) -

Zur gründlichen Vorbereitung gehört auch die Reinigung und Pflege der verwinkelten und schlecht zugänglichen Ecken. Lackschäden werden umgehend behoben und empfindliche Oberflächen sowie die Lagerungen anschließend mit Konservierungsöl vor Korrosion geschützt.

6. Luftdruck erhöhen (Archivversion) -

Bei längerem Stehen entweicht etwas Luft aus den Reifen. Deshalb sollte der Reifen-Luftdruck sowohl vorn als auch hinten um etwa 0,3 bar erhöht werden. Wer weder einen Kompressor noch eine geeignete Luftpumpe besitzt, sollte dies beim letzten Tankstellenbesuch vor dem Abmelden nicht vergessen, zumindest aber im Frühjahr umgehend prüfen.

7. Kette schmieren (Archivversion) -

Wer das ganze Jahr über die Antriebskette immer nur geschmiert hat, sollte vor dem Winter die Gelegenheit nutzen, sie mit Entfetter oder einem speziellen Kettenreiniger von Schmutz und alter Schmiere gründlich zu säubern. Anschließend wird die Kette gut gefettet und der korrekte Durchhang eingestellt.

8. Öl ins Kerzenloch (Archivversion) -

Wer es besonders gut mit seinem Bike meint, kann einige Tropfen Motoröl durch die Zündkerzenbohrung in den Brennraum träufeln. Für die relativ kurze Zeit der Überwinterung ist das allerdings nicht unbedingt notwendig.

9. Batterie ausbauen (Archivversion) -

Überwintert die Maschine im Freien, wird die Batterie ausgebaut und trocken und frostfrei gelagert. Wer kein spezielles Frischhaltegerät hat, lädt den Akku einmal während der Ruhephase sowie vor dem Wiedereinbau auf.

10. Kühlwasser prüfen (Archivversion) -

Steht die Maschine den Winter über draußen oder in ungeheizten Räumen, muss bei wassergekühlten Motoren auf einen ausreichenden Frostschutz geachtet werden. Falls nötig, Frostschutzmittel auffüllen, sonst droht ein Motorschaden.

11. Räder entlasten (Archivversion) -

Bei längeren Standzeiten wird das Motorrad so aufgebockt, dass beide Räder entlastet sind. Bikes mit Hauptständer reicht meist schon eine Stütze unter dem Motor, während Motorräder, die nur einen Seitenständer haben, Montageständer für vorn und hinten benötigen.

12. Einpacken (Archivversion) -

Den besten Rostschutz für Motorräder, die im Freien überwintern müssen, bietet die »Corrodom«-Schutzhaube von SHS (Telefon 07195/95600), die auf das vollständig in Folie verpackte Motorrad einen Rost-Hemmstoff ausdampft, der Korrosion zuverlässig verhindert.

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