MOTORRAD-Testride: Leser testen die Triumph Rocket III (Archivversion)

»Bisher nur<br /><br /> Mofa&#147;

Anfang August hatten einige MOTORRAD-Leser Gelegenheit, sich auf dem Cruiser gewordenen Superlativ durch die Pfalz zu schießen.

Triumph muss wohl noch ordentlich nachbessern. Da hatte MOTORRAD seine Leser zum Test der Rocket III ein-
geladen, und nachdem man über 200 Kilometer durch den Pfälzer Wald gecruist war, waren die nicht mal so beeindruckt von diesem derzeit volumigsten Stück Zweirad, dass ihnen die Spucke weggeblieben wäre. Die konnten glatt noch reden.
Triumph-Mann Dennis Pudeck, der die Ausfahrt neben Tour-Guide Daniel Lengwenus begleitete, hatte dafür eine simple Erklärung parat. »Wir sind doch auf den eher engen Straßen kaum mal über Halbgas hinausgegangen.« Heißt: Vollgas, und es hätte den Leuten schon noch die Sprache verschlagen. An diesem Argument ist was dran, nun ja, vermutlich hat Pudeck Recht, und das mit dem Nachbessern ist Unsinn. So aber haben zumindest alle
Tages-Tester ihre Eindrücke noch in Worte fassen können.
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Leser testen Triumph Rocket III: MOTORRAD-Testride (Archivversion)

»Das ist unglaublich«
Dirk Gollub, Zweimetermann, fährt privat unter anderem Yamaha XTZ 750
»Schwer beeindruckend, Heimatland, das ist un-
glaublich. Wieso hat mir noch keiner gesagt, dass ich bisher nur immer Mofa gefahren bin. Das
Aufstellmoment beim Bremsen ist für die Reifen-
dimension erstaunlich gering. Für meine Größe von gut zwei Metern wünsche ich mir die Fußrasten etwas weiter vorne, da sonst die Oberschenkel so hoch kommen und ich arg auf dem Steiß sitze.“

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»Kraft ohne Ende«
Jürgen Hunkeler, Leiter der Bundesfachschule für Zweiradtechnik, fährt privat Honda ST 1300
»Wahnsinn, Wahnsinn, Kraft ohne Ende hat das Teil. Na ja, das ist was für die USA, da geht es halt immer geradeaus. Hier sind die Straßen alle ein bisschen zu kurz. Als ich die Rocket in Dort-
mund auf der Messe das erste Mal gesehen habe, dachte ich noch, muss man denn so ein Motorrad bauen? Jetzt denke ich, so überraschend leicht, wie die fährt, das hat schon seine Berechtigung.“

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»Wie mein Shelby-Mustang«
Klaus Groß schätzt in seinen Autos fette V8-Motoren, fährt privat Honda F6C
»Allein die Sitzposition ist gewöhnungsbedürftig. Der Motor ist einfach bärig, der dritte Gang be-
sonders. Ich hatte mal einen Shelby-Mustang, der drehte noch bei 160 durch, an den erinnert mich die Rocket. Mal sehen, wie das mit dem Sozius-
platz und einer Sissybar dazu funktioniert, für meine Frau. Könnte ich mir schon vorstellen, das juckt mich jetzt.“

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»Sportlern den Spaß verderben«
Georg Winheim erschien in Kombi mit Knieschleifern, fährt privat Triumph Daytona
»In Spitzkehren ist es wohl irgendwann vorbei mit lustig, aber auf flüssigem Geläuf kann man be-
stimmt so manchem Sportler den Spaß verderben. Auf der Geraden geht die Rocket wie das Katapult. Ich hatte eine Zeit lang eine 600er hinter mir, die ist im Spiegel immer kleiner geworden, wenn es mal ein Stück geradeaus ging. In der Kurve habe ich mich halt breit gemacht.“

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»Noch mit 80 gut«
Alfred Strobel sucht im Alter von 72 immer noch die Herausforderung, fährt privat Suzuki Hayabusa
»Mir geht es am besten, wenn ich auf so einem Ding sitze, nachts habe ich hohen Blutdruck, aber sobald ich fahre, kommt er runter. Das ist auch auf meiner Hayabusa so, aber so was wie die Rocket ist ja noch ganz was anderes. Die ist bestimmt auch noch mit 80 gut, so um gemütlich zu fahren. Also ich meine natürlich, um gemütlich schnell zu fahren.“

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»Wäre mir zu schwer«
Hans Reiner Remmele fährt in Schichten Aprilia Pegaso, Suzuki Intruder und Kawasaki ZX-12R
»Die Rocket hat schon einen wilden Punch von untenraus, doch den hat meine 1400er-Intruder auch. Insgesamt wäre mir die Triumph zu schwer, das fällt gerade beim Rangieren auf. Aber dieser Riesenmotor mit seinem Sound macht wirklich Laune. Auch das Fahrwerk ist nicht schlecht ge-
lungen, und die Straßenverhältnisse bekommt man schließlich auf jedem Motorrad mit.“

MOTORRAD-Testride (Archivversion) - American Power

Die Leser testen weiter: Acht Motorradfahrer
können am Samstag, den 2. Oktober die neue Buell CityX ausprobieren. Start ist bei der deutschen Buell-Niederlassung in Mörfelden bei Darmstadt. Zusammen mit einem MOTORRAD-Redakteur und einem ACTION-TEAM-Reiseleiter geht’s mit dem extravaganten Zweizylinder auf kurvigste Landsträßchen. Wer dabei sein möchte, schickt bitte bis 10. September eine formlose Bewerbung mit Angabe der zurzeit gefahrenen Maschine sowie der jährlichen Kilometerleis-
tung an das MOTORRAD ACTION TEAM, 70162 Stuttgart, oder actionteam@motorpresse.de, Stichwort MOTORRAD-Testride.

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