MuZ-Geschäftsführer Petr-Karel Korous zu den Querelen um das 500er GP-Team des sächsischen Werks (Archivversion) «Ein Motorradhersteller muß im Sport präsent sein“

? Herr Korous, das 500er GP-Team von MuZ geriet unlängst in die Schlagzeilen. Sogar von der Übernahme des Teams durch einen Ihrer Zulieferer, der Firma Weber, ist die Rede. Was ist denn dran an den Gerüchten?Gar nichts. MuZ ist der Besitzer des GP-Teams und sonst niemand. Die Firma Weber ist unser Partner in der technischen Entwicklung der geplanten 750er Zweizylinder-Serienmaschine und gleichzeitig Sponsor unseres GP-Teams.? Dennoch erschien das Weber-Logo bei jüngsten Testfahrten größer auf der Verkleidung als das MuZ-Emblem.Die GP-Maschine kam direkt von der Feier zum 30jährigen Jubiläum der Firma Weber zu den Tests. Speziell für diese Fete wurde das Weber-Logo natürlich überproportional groß angebracht. Sie werden sehen, daß der MuZ-Schriftzug beim WM-Auftakt am 18. April unübersehbar sein wird.? MuZ verkaufte im letzten Jahr weltweit gerade mal 3500 Motorräder. Verbietet sich da nicht der Aufwand von über fünf Millionen Mark pro GP-Saison von selbst?Um am Markt erfolgreich zu werden, muß das magische Dreieck stimmen: gute Händler, gute Produkte und gutes Image. Der Rennsport erfüllt beim Thema Image zweifellos seine Aufgabe. Ein Motorradhersteller muß einfach im Sport präsent sein.? Angesichts Ihrer Pläne, bald mit einer Zweizylinder-Viertaktmaschine in Serie zu gehen, wäre aber ein Engagement in der Superbike-WM - wie Ducati - sinnvoller.Wir überlegen natürlich, ob der GP-Sport für uns die richtige Bühne ist. Doch vor dem Einstieg in die Superbike-WM muß erst mal das neue Motorrad laufen.

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