MV Agusta gewährt VW-Mitabeitern hohe Rabatte (Archivversion)

Umberto Uccelli, 40, Vertriebsleiter des
italienischen Herstellers
MV Agusta

Wie kam es zu den hohen Rabatten für VW-Mitarbeiter?
Sie gehen auf eine Zusammenarbeit zwischen VW und Proton zurück, die seit Oktober 2004 besteht. Im Zuge eines solchen Abkommens sind gegenseitige Mitarbeiter-Rabatte normal. Da MV zur Proton-Gruppe gehört, gelten sie auch für unsere Motorräder.
Haben Sie keine Angst, dass Sie sich damit den deutschen Markt kaputt machen?
Aber nein, wir sehen das als Möglichkeit, mehr Motorräder abzusetzen. Die Bestellungen der VW-Mitarbeiter am Standort Wolfsburg handhabt unsere deutsche Niederlassung, die die weiteren Abläufe konsequent kontrolliert. Um möglichen Missbrauch auszuschließen, wurde der Fahrzeugbezug streng limitiert.
Ihre MV-Händler sind beunruhigt. Was sagen Sie?
Dass unser Händlernetz auf jeden Fall oberste Priorität hat, denn es ist unsere Lebensader. Klar hat VW viele Mitarbeiter, aber es wird nicht gleich jeder eine MV bestellen. Im Grunde betrifft die Aktion nur die Gegend um Wolfsburg, wo wir momentan keinen Händler haben.
Im weiteren Umkreis gibt es aber durchaus MV-Händler, und die fürchten jetzt um ihre Existenz.
Ich glaube nicht, dass sie das müssen. Im Gegenteil, wir werden so in Norddeutschland mehr Motorräder verkaufen, und zur Wartung kommen die neuen Kunden ja dann zu unseren Händlern. Wir sehen das Ganze positiv: VW hat hervorragende Produkte, wir ebenfalls – das passt zusammen.

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