Nackte bleiben im Trend (Archivversion) Nackte bleiben im Trend

Bei der neuen T-Shirt-Kollektion des MOTORRAD-Karikaturisten Holger Aue gibt´s zwei Renner: den tatterigen Motorrradler über 30 und die Aufforderung, es nackt zu treiben. Kein Wunder: Motorradfahrer werden bekanntlich immer älter - und Naked Bikes sind tatsächlich in.Der Trend zum puren Motorrad (siehe die Vergleichstests im letzten und in diesem Heft) hat viele gute Gründe. Einer davon ist bestimmt die Erinnerung daran, daß ganz normale Motorräder früher zwar nicht Naked Bikes hießen, aber alle so aussahen und ihre Technik nicht hinter Plastik verschwand. Doch nicht nur den Wiedereinsteigern, die viel zum Motorrad-Höhenflug der vergangenen Jahre beitrugen, gefallen solche Maschinen offensichtlich. Auch Motorrad-Einsteigerinnen und -Einsteiger greifen gern zu diesen Modellen. Neben dem Gefallen ist nämlich der gute Gegenwert der meisten Naked Bikes eines der Trend-Geheimnisse.Bei möglichst viel Motorrad fürs Geld liegt Suzuki besonders gut im Gunst-Rennen. Nach Jahren des Bestsellers GS 500 E wurden von den beiden Versionen der Bandit allein 1997 fast 9000 Einheiten an den Mann oder die Frau gebracht. Deshalb wundert man sich in Heppenheim sicher nicht, daß allenthalben zur Bandit(en)-Jagd geblasen wird. Die CB 600 Hornet von Honda sowie die Yamaha FZS 600 Fazer, beide aus japanischen Führerschein-400ern entstanden, könnten dabei besondere Pfeile werden. Schließlich wird durch bekannte Motoren viel Entwicklungsgeld gespart und Haltbarkeit garantiert.Daß Yamaha als nackte Kanone zusätzlich eine XJR 1200 S Sarron-Replica bringen wird und Suzuki selbst die GSX 750 im »Zephyr-Look« nachlegt, unterstreicht den Optimismus unterm Fudschijama in Sachen Naked Bikes. Vielleicht sollte Holger Aue über ein Motiv nachdenken, das den greisen Biker und die Motorrad-Freikörperkultur vereint...Es grüßt Sie herzlich

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