Nasshaftung

Um die Resultate der beiden Testfahrer zu überprüfen, zeichnet MOTORRAD alle Testrunden auf. Dabei wurde die Geschwindigkeit über GPS mit 20 Signalen pro Sekunde ermittelt. Messfehler durch unterschiedliche Reifenumfänge in Schräglage entfallen. Die Grafik (siehe Download) zeigt den Unterschied zwischen dem schnellsten Reifen, Michelin Pilot Power (blau), und dem nässeempfindlichen Pirelli Diablo Corsa (rot) in verschiedenen Kurvensektionen sowie die maximal mögliche Beschleunigung/Verzögerung (siehe Streckenskizze sowie Messwerte). Die bestmögliche Kurvenhaftung wurde ermittelt, indem die Testpiloten mit jedem Reifen so schnell fuhren, bis das Motorrad mit deutlichem Rutschen über Vorder- und Hinterrad den Grenzbereich ankündigte. Auch beim Herausbeschleunigen aus Schräglage wurden die Reifen mit hohem Schlupf und hart am Grenzbereich bewegt. Daraus resultiert die auf der Grafik dargestellte unterschiedliche Höchstgeschwindigkeit am Ende der Geraden. Neben dem Maximal-Grip gehört das Grenzbereichverhalten zu den wichtigsten Kriterien beim Nässetest. Entscheidend hierbei ist die Haftungsbalance, die mit deutlich mehr Haftungsreserven am Vorderrad ausfallen sollte. Was nicht zuletzt die Lenkpräzision und Handlichkeit positiv beeinflusst.

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