Nasshaftung

Auf der Nassteststrecke von Kleber in Salon de Provence in Südfrankreich lassen sich die Unterschiede der einzelnen Reifentypen verlässlich und objektiv beurteilen. Während in den Passagen 5 und 6 ein extrem rutschiger Belag aufgebracht ist und somit ein Reibwert simuliert wird, der in etwa dem eines abgewetzten Alpenpasses entspricht, ist die restliche Strecke mit griffiger Oberfläche asphaltiert, auf der sich selbst relativ harte Gummimischungen gut verzahnen können.
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Die größten Zeitvorteile holen gute Reifen in den lang gezogenen Kurven, da sich die Testfahrer hier an den Grenzbereich herantasten können. Was bei weniger guten Gummis gerne dazu führt, dass auch mal das Vorderrad aus der Spur tanzt. Solche Hinterhältigkeiten lassen sich auf den Datarecording-Aufzeichnungen als deutlich zackige Linie ablesen.
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Da MOTORRAD die Geschwindigkeit nicht über die Raddrehzahl, sondern über ein GPS mit Zehn-Hertz-Frequenz erfasst, haben der Schlupf und der in Kurven kleinere Abrollumfang der Reifen keinen Einfluss auf die tatsächlich erfassten Kurvengeschwindigkeiten. Eine enorme Hilfe, wenn es darum geht, kleine Unterschiede in der Wertung herauszuarbeiten.

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