Natoli, Giuseppe: Interview (Archivversion) Interview

Giuseppe Natoli, 50, Interims-Chef
von Aprilia Deutschland.

Sie werden im Aprilia-Mutterhaus in Noale als eine Art Organisationswunder gehandelt. Warum? (lacht) Na, das scheint mir dann doch etwas übertrieben. Ich arbeite seit ein paar Jahren für Aprilia als Berater im Bereich Service, Marketing und Organisation. Bevor ich jetzt nach Deutschland gekommen bin, war ich fünf Monate in England und habe mich um die Neuorganisation der dortigen Niederlassung gekümmert – was auch meine Aufgabe hier in Deutschland ist. Einige Aprilia-Kunden klagen darüber, dass es bei der Ersatzteil-Versorgung klemmt und die Händler beschweren sich über mangelnde Unterstützung durch Aprilia. Wie wollen Sie das in Zukunft ändern? Für die Händler haben wir bereits Hotlines für Technik, Service, Verkauf und Finanzierung eingerichtet. Der Ersatzteilversorgung helfen wir ebenfalls auf die Sprünge, unter anderem mit dem neuen europäischen Lager in Frankreich. Außerdem stellen wir gerade ein System vor, dass es dem Händler erlaubt, sofort per Internet nachzuschauen, ob beziehungsweise wann ein bestimmtes Fahrzeug verfügbar ist. Wichtig ist dabei die Händlerschulung. Im Lauf der nächsten Monate werden alle dieses System bekommen. Es war die Rede davon, dass Aprilia Deutschland Synergien mit den weiteren Marken des Hauses nutzen will. Sollen jetzt alle Aprilia-Händler auch Moto Guzzi und Laverda verkaufen? Nein. Das sind drei grundverschiedene Marken, und das sollen sie auch bleiben. Aber wir werden zum Beispiel die Logistik der Ersatzteilversorgung für alle drei Marken nutzen, denn davon profitieren alle. Werden Sie in Deutschland bleiben? Nein. Ich sorge dafür, dass die Grundstruktur stimmt. Danach braucht es einen Chef, der den hiesigen Markt bestens kennt und die Sprache spricht.

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