Nebenkosten bei BMW (Archivversion) Mal So, Mal So

Weil es immer so war.« Bei dieser Antwort auf die Frage, wieso eigentlich dem Kunden bei der
Auslieferung seines neuen Motorrads Nebenkosten in Rechnung gestellt werden, musste Jürgen Stoffregen, BMW-Pressesprecher, schmunzeln. Und ist bis zur Drucklegung dieser Ausgabe eine bessere schuldig geblieben. Vielleicht gibt es keine schlüssige Auskunft, warum dieser Posten bei allen anderen Produkten – mit Ausnahme von Autos – immer im Preis enthalten ist.
Weshalb der bei einzelnen Händlern trotz einer werksseitigen Angabe, die auch in den MOTORRAD-Tests auftaucht, durchaus variiert, dafür hatte Stoffregen hingegen eine Erklärung. »BMW berechnet für den Transport und die Verpackung ab Werk 226 Euro plus Mehrwertsteuer. Das macht in der Summe jene 262 Euro, die wir in den Preislisten angeben. Nun ist jeder BMW-Händler ein freier Unternehmer. Was der für die Montage von zum Beispiel den Spiegeln, der Batterie und für die Übergabeinspektion berechnet, bleibt ihm selbst überlassen.«
Gottstein Automobile und Motorräder in Bad Seckingen zum Beispiel verlangt dafür 395 Euro. Und war der Stein des Anstoßes, weil dort der ehemalige MOTORRAD-Tester Jürgen Schmitz den Kauf einer F 800 S erwog und über die Differenz von 133 Euro stolperte. »Natürlich entstehen uns zusätzliche Kosten, wenn das Motorrad bereits auf dem Hof steht. Neben der eigentlichen Montage – also Reinigung, Batterie einsetzen und so weiter – ist das auch die Entsorgung der Verpackung. Oder die Leihgebühr für die Paletten, auf denen das Motorrad angeliefert wird,« erklärt Verkäufer Hans-Jörg Breitenbach. Eine Praxis, die bei BMW-Händlern anscheinend üblich ist. So berechnete BMW-Händler Ditting in Asperg-Kornwestheim bei der Dauertest-F 800 S von MOTORRAD 370 Euro an Überführungskosten, während den Pressestellen von Yamaha und Triumph ein zusätzlicher Aufschlag ihrer Händler nicht bekannt ist. sk

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