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Starpilot Valentino Rossi bleibt auch in Zukunft zwei Rädern treu.

Der Skandal in Indianapolis, wo wegen der Reifenprobleme von Michelin nur sechs Autos an den Formel-1-Start gingen, verdarb Valentino Rossi jede Lust auf einen Wechsel. »Nach diesem Rennen habe ich mich entschlossen: Ich bleibe den Motorrädern treu«, verkündete der Weltmeister. »Jahrelang galten die Motorräder als eine B-Serie, doch mittlerweile ist den Leuten klar geworden, dass wir ein besseres Spektakel bieten als die Formel 1. Die Formel-1-Fahrer können nichts dafür, dass Überholmanöver nahezu unmöglich geworden sind. Doch ich habe kapiert: Ich würde mich in einer solchen Serie nicht wohl fühlen, ich hätte keinen Spaß. Schon der Kanada-GP hat
mir zu denken gegeben, und der von Indianapolis war noch viel schlimmer. Michelin hat zwar genau das Richtige getan, denn man spielt nicht mit dem Leben der Fahrer. Trotzdem hat mich das Geschehene zum Nachdenken
gebracht – ich werde meine Karriere im MotoGP-Sport beenden«, ließ Rossi wissen und unterstrich seinen Spaß an zwei Rädern dadurch, dass er gleich anschließend die gesamten sechs Kilometer der Piste in Assen auf dem Hinterrad eines Rollers zurücklegte.
Auch ein Wechsel in die Rallye-WM, der ohnehin realistischer schien als das eher von den Medien aufgebauschte Formel-1-Engament, ist für ihn uninteressant. »Von der Königsklasse der Motorräder auf einen Fiat Punto umzusteigen wäre ein zu großer Schritt rückwärts«, überlegte er. Stattdessen will er wie einst Mick Doohan künftig Ein-Jahres-Verträge aushandeln, um seine Zukunft jeweils frei entscheiden zu können. »2006 reizt mich am meisten das Aufeinandertreffen mit Dani Pedrosa. Er ist der Beste der neuen Generation – kühl und konstant.« fk

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