14.02.2013 Von: Ralf Schneider
Erschienen in: 05/ 2013 MOTORRAD

Der Neuheiten-Paparazzo hat die KTM 1290 Super Duke R erwischt Prototyp des KTM Power-Nakeds auf Teneriffa fotogafiert

+++ Neuer Prototyp der KTM 1290 Super Duke auf Teneriffa fotografiert +++ Scheinwerfer, Cockpit und Einarmschwinge erstmals sichtbar +++ Auspuff wie bei früheren Prototypen +++ Modell befindet sich im Endstadium der Entwicklung +++
In diesem Artikel: KTM 1290 Super DukeKTM 1290 Super Duke R

KTM_1290_Super_Duke_Prototyp

Ohne die fetzige Lackierung des auf der Eicma vorgestellten Prototyps wirkt die neue Super Duke eher unspektakulär. Doch man sollte sich nicht täuschen lassen, angetrieben wird sie von dem aufgebohrten RC8-V2. Der Schalldämpfer zeigt sich hier schwarz ummantelt.  

Foto: Omlor  

Welchen Auspuff wird sie bekommen? Das ist eine der Detailfragen, die bezüglich der für 2014 angekündigten KTM 1290 Super Duke noch offen sind. - Für den schon mehrfach gewürdigten donnernden Auftritt auf der Eicma in Mailand hatte der Prototyp zwei mächtig dicke Krümmer, die jeweils in winzigen Schalldämpfern enden. Eine wahre Klangkanone, um das Powerbike akustisch standesgemäß in Szene zu setzen.

Andererseits hatte MOTORRAD bereits Monate zuvor Erlkönigfotos veröffentlichen können, welche die Super Duke mit einer Abgasanlage zeigten, die die beiden Krümmer unter dem Motor zusammenführte und die in einem seitlich rechts montierten Schalldämpfer endete. Wie die neuesten Fotos eines Prototyps zeigen, die MOTORRAD-Leser Hagen Omlor auf Teneriffa schießen konnte, scheint diese Lösung in ähnlicher Form in Serie zu gehen. Der einzige erkennbare Unterschied zur Auspuffanlage des früher fotografierten Prototyps ist die aufgenietete schwarze Ummantelung des Schalldämpfers.

KTM_1290_Super_Duke_Prototyp_Cockpit

Dieses Foto gewährt einen freien Blick ins Cockpit der 1290 Super Duke. Am linken Lenkerende findet sich der Multicontroller, mit dem der passende Modus von Mapping, ABS und Traktionskontrolle gewählt werden kann. Auch die Gestaltung der Rückleuchte ist hier erstmals erkennbar.  

Foto: Omlor  

Größere Unterschiede sind dagegen an der Frontpartie zu erkennen. Sie unterscheidet sich auch vom Eicma-Modell. Das besaß keinen üblichen Scheinwerfer, sondern trug an dessen Stelle eine winzige Lampe, umschlossen von einem Designteil, das die nach vorn und unten weisende Linie der Leuchteinheit der aktuellen 990 Super Duke R aufnahm. Der Prototyp vom letzten Jahr war sogar noch mit den originalen 990er-Teilen ausgestattet. Die neueste Ausführung hingegen erhielt einen Scheinwerfer mit abgestufter Lichtaustrittsfläche, über dem ein kleiner Windabweiser sitzt. So wird die Frontpartie kürzer und wirkt wegen des etwas größeren Abstands zwischen Vorderradkotflügel und Scheinwerfer höher. Ins Auge fällt rechts am Kühler ein Ausgleichsbehälter für die Kühlflüssigkeit; er ist noch ziemlich improvisiert und wird später in der serienmäßigen Ausführung sicher nicht so prominent sichtbar sein. Gabel und Gabelbrücken des älteren und des neuen Erlkönigs sind weitgehend identisch; beim neuen scheinen die Staubkappen über den Gabeldicht-ringen orange zu sein. Das Eicma-Modell war mit einer exklusiven Racing-Gabel mit Ausgleichsbehälter ausgestattet.

Einarmschwinge auch in Serie?

KTM_1290_Super_Duke_Prototyp_links

Hier bietet sich der bessere Blick auf die Einarmschwinge, die KTM erstmals bei einem Serienmotorrad verwenden wird. Untypisch wirkt auch aus dieser Perspektive das Design der Scheinwerferpartie, möglicherweise schlägt die Super Duke nun eine andere, weniger kantige Stilrichtung ein.  

Foto: Omlor  

Auffällig ist, dass die offiziellen Fotos des Eicma-Prototyps der 1290 Super Duke das Motorrad immer nur von der rechten Seite zeigen. Es bedarf schon längerer Suche in der Fotoproduktion, welche die Entstehung des Präsentationsvideos dokumentiert, um die Maschine auch einmal von links zu sehen. Diese Geheimniskrämerei um die Einarmschwinge, der ersten in der KTM-Geschichte, lässt vermuten, dass deren Form und Ausführung noch nicht endgültig feststehen, und es ist ein weiteres Verdienst von Hagen Omlors Fotos, auch in diesem Punkt neue Einblicke zu ermöglichen. Obgleich die Oberfläche der Schwinge noch aus rohem oder naturfarben eloxiertem Aluminium besteht und es wenig wahrscheinlich ist, dass sie so in Serie geht, so zeigt sie sich doch als formschönes, in organischen Schwüngen gestaltetes Teil. Wer den KTM-Supersportler RC8 R näher kennt, wird bereits festgestellt haben, dass der Motor der neuen Super Duke auf dessen Antrieb basiert. Verglichen mit dem 990er ist er praktisch neu konstruiert, wobei die Entwickler vor allem auf ein stabileres Motorgehäuse und ein integriertes Ölreservoir Wert gelegt haben.

Genaue Daten des 1290ers sind noch nicht bekannt, KTM verrät lediglich, dass der 1195er der RC8 R aufgebohrt wurde. Auf der Messe wurde hinter vorgehaltener Hand von rund 175 PS für den ausgestellten Prototyp gesprochen. Selbst wenn es in der Serie nur 160 PS wären, in einem so kurzen und „unglaublich leichten“ (KTM-Pressetext) Motorrad sind sie ohne elektronische Fahrhilfen heute kaum denkbar. KTM-Sprecher haben bereits angekündigt, dass die 1290 Super Duke das modernste Elektronikpaket an ABS und Traktionskontrolle erhält, variabel und abschaltbar, das kürzlich in der 1190 Adventure debütierte. Damit die überbordende Leistung in jeder Fahrsituation kontrollierbar bleibt.

So brüllte die neue KTM Super Duke auf der Eicma 2012.

KTM präsentiert den Prototyp KTM 1290 Super Duke R auf der Eicma 2012.

Foto-Show: KTM präsentiert die Über-Duke.   13 Bilder

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