Neue Lobby-Töne (Archivversion) Neue Lobby-Töne

Kurz nach der Wahl des neuen Präsidiums des Industrie-Verband Motorrad Deutschland e.V. (IVM) gab´s den »Antrittsbesuch« beim Bundesminister für Bau und Verkehr, Franz Müntefering - und neue Töne. Etwa daß Motorradhersteller in Sachen Abgas künftig nicht nur schärfere Normen akzeptieren: »Wir wollen auf europäischer Ebene am Zukunftsszenario konstruktiv mitarbeiten. Schließlich hießen Autonormen und -Prüfzyklen die Axt ans Motorrad setzen«, betonte IVM-Präsident Dr. Michael Ganal. Vor allem beim Roller, dem »idealen Verkehrsmittel für Ballungsräume«, seien Verbesserungen der Schlüssel zur Akzeptanz auf politischer Ebene. Beim Lärm bat die Motorrad-Lobby den Minister um »Verfolgung der Verursacher statt Verschärfung der Normen«. Mit dem aktuellen Nachweis, daß 125er Fahrer über 35 Jahre statistisch die sichersten Motorradlenker sind, wurde in Bonn erneut um Abschaffung der deutschen Führerschein-Hürden gebeten. Ein europäischer Standard mit generellem Einbezug der Leichtkrafträder in den Autoführerschein auch nach Erwerbsdatum 1. April 1980 sei das Ziel. Über einen Kompromiß in Sachen spezieller Schulung könne man reden. Europäisch wird auch ein möglicher »Speed-Cutter« bei Tempo 250 »angedacht«. Nach dem durch die TV-Beiträge entstandenen »Hayabusa-Syndrom« wurde beim Dachverband ACEM zumindest darüber gesprochen: »Wir warten jetzt auf Reaktionen aus Japan.“

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