Neues aus dem Dauertest-Fuhrpark (Archivversion) Schieben und dämpfen

Nee, keine Motorwarnlampe. Seit der Drehzahlsensor getauscht wurde (siehe Heft 9/2005), läuft die Ducati 999 ohne Elektrikfipse und auch sonst störungsfrei. Die Reservelampe leuchtete bei ihrer jüngsten Autobahnfahrt zu Recht auf. Kurz nach einem Rasthof. Vor Erreichen des nächsten war der Tank völlig trocken, deshalb kennt MOTORRAD jetzt das nutzbare Tankvolumen der 999: 14,04 statt der theoretischen 15,5 Liter. Die Schiebestrecke bis zur Zapfsäule, 800 Meter bergauf, akzeptiert der betroffene Fahrer mittlerweile als Training für seinen wöchentlichen Fußballabend.
Die BMW R 1200 GS fährt seit 4000 Kilometern mit zwei Federbeinen von Wilbers Products. Sie sind vorn mit acht, hinten mit zehn Prozent härteren Federn bestückt. Hinten ist zudem der Negativfederweg bei aufsitzendem Fahrer geringer, die BMW steht also höher. Das bringt fühlbar leichteres Handling, trotzdem läuft die GS tadellos geradeaus, sogar bei Höchstgeschwindigkeit. Beim Bremsen und gleichzeitigen Zurückschalten – heikel, weil das Integralbremssystem hinten immer mitverzögert – stellt sie sich jedoch schneller quer. Vorn ist das Ansprechverhalten etwas rumpelig. Insgesamt ist die Standard-Abstimmung der Wilbers-Federbeine eher auf Zweipersonenbetrieb ausgelegt, gerne auch mit Gepäck, aber Sonderwünsche werden jeder-
zeit erfüllt. Die fein verarbeiteten Teile kosten je 429 Euro, eine
hydraulische Vorspannung 209 Euro extra. ras

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