Neues aus dem Dauertest-Fuhrpark (Archivversion) Guten Rutsch

Winterzeit – das heißt noch lange nicht, dass der
MOTORRAD-Fuhrpark Winterschlaf hält. Die MZ 1000 S hat nach wenigen Monaten bereits 19500 Kilometer abgespult. Den Fahrern gefiel vor allem das gute Fahrwerk, der Zweizylindermotor zeigte bei niedrigen Temperaturen kleinere Macken. So geht zum Beispiel das Gas mitunter recht schwer, was offensichtlich am Gaszug liegt. Die Leerlaufdrehzahl ist hoch und kann nicht per Einstellschräubchen heruntergeregelt werden. Da die Kupplung nicht einwandfrei trennt, kracht es beim Einlegen des ersten Gangs immer laut. Während der Fahrt funktionierte das Getriebe dagegen einwandfrei – bis kürzlich bei schnellem Schalten der Gangwechsel plötzlich nicht mehr gelang. In der Werkstatt stellte sich heraus, dass eine kleine Haltezunge im Schaltmechanismus abgebrochen war. Die Bruchfläche erscheint ziemlich spröde, was auf einen Härtefehler deutet.
Die Ducati 999 (32800 Kilometer) läuft mit dem erst kürzlich ausgetauschten Instrumenten-Panel sowie dem neuen Steuergerät inklusive der aktuellen Software nun
einwandfrei. Der Neuling im Fuhrpark, die Buell Lightning XB12S, hat erst 2230 Kilometer zurückgelegt – ohne besondere Vorkommnisse.
Das gilt nach diversen Problemen auch für die BMW
R 1200 GS mit inzwischen gut 27000 Kilometern. Das
bei 18750 Kilometern ausgetauschte Hinterachsgetriebe (siehe MOTORRAD 25/2004) zeigt keinerlei Tendenz mehr zu vergrößertem Spiel zwischen Antriebsflansch und
Achsrohr. Auch springt die Reiseenduro bei tiefsten Temperaturen mittlerweile zuverlässig an, nachdem die neu
aufgespielte Software der Batterie des Nächtens jetzt ihre Ruhe gönnt. Die Yamaha XT 660 X, mit breitem Lenker ebenfalls ein hervorragender Untersatz für die kalte Jahreszeit, hat mit 24990 Kilometern die Halbzeit der Dauertest-Distanz erreicht.
Die Kawasaki ZX-10R musste nach zwei Umfallern bei Schrittgeschwindigkeit komplett neu eingekleidet werden, außerdem ging ein Gehäusedeckel zu Bruch. Eine kostspielige Angelegenheit. Derweil bewährt sich die KTM 950 Adventure (40900 Kilometer) bei den häufig rutschigen
Straßen besonders gut. Außerdem sprang sie stets tadellos an. Danach starb der Zweizylinder jedoch des Öfteren ab. Der Grund: Der Choke-Hebel hatte zu viel Spiel, die Wirkung
war daher eingeschränkt. Geblieben ist die rupfende Kupp-
lung. Vermutete Ursache: Rattermarken im Kupplungskorb, in
welche die kürzlich getauschten Beläge einrasten. gt

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