Modell-Neuheiten-Triumph Neues für die Triumph Speed Triple 2013

Selbst Gutes kann noch besser werden. Die Briten ruhen sich nicht auf ihren Lorbeeren aus, sondern verpassen der Street triple für 2013 weiteren Feinschliff in Sachen Fahrwerk.

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Triumph Street Triple: Bereits die Basis-Streetie macht an. Wahlweise auch in Schwarz oder Weiß.
Triumph Street Triple: Bereits die Basis-Streetie macht an. Wahlweise auch in Schwarz oder Weiß.

Sie war jung und brachte das Geld. Als die Street Triple 2007 auf den Markt kam und sowohl mit tollen Testergebnissen als auch sagenhaft günstigem Preis glänzen konnte, klingelten bei Triumph die Kassen - das neue Modell verkaufte sich prächtig. Und doch musste sie sich im Laufe ihres noch jungen Lebens bereits diverse Überarbeitungen gefallen lassen, um stets am Ball zu bleiben. 2009 bekam sie die straffere, besser ausgestattete Schwester R an die Seite gestellt, fortan gab’s jedes Jahr zumindest leichte technische Modifikationen oder Retuschen im Design. Nun also bringen die Briten ihren sehnigen Streetfighter mit dem unverändert kräftigen Dreizylinder im modifizierten Fahrwerk und mit neuem Auspuff sowie optionalem ABS. Der gänzlich neue Leichtmetall-Brückenrahmen samt neuem, zweiteiligem Druckguss-Heckrahmen soll schon konzeptionell deutliche Vorteile bieten, kommt doch das neue Ensemble mit einer geringeren Zahl an Bauteilen und somit weniger Schweißnähten aus. Auch die Zweiarmschwinge tritt im neuen Outfit an, weg vom filigranen Alurohr mit Oberzug, hin zum massiven Exemplar im Bananenschwingen-Look.

Alles zusammen soll die Fahrwerkseinheit erheblich leichter machen. Deutlich sichtbare Änderungen auch bei der Auspuffanlage: Die hochverlegten Endtöpfe sind passé. Triumph platziert den Schalldämpfer nun unter dem Motor, den Endtopf konventionell seitlich. Nach einigen Umgestaltungen zeigt sich der kantige Endschalldämpfer nun in seiner endgültigen Form. Die Abgasanlage soll ebenfalls zur Gewichtsreduzierung und zur optimierten Schwerpunktlage beitragen, was die Handling-Qualitäten nochmals verbessert. In diese Kerbe schlägt auch die geänderte Fahrwerksgeometrie mit Agilität fördernder, steiler stehender Gabel (65,9 statt 65,7 Grad), die einhergeht mit dem stabilisierend wirkenden, von 95 auf 100 Millimeter gewachsenen Nachlauf. Nach wie vor sorgt eine 41er-Upside-down-Gabel von Kayaba für die Vorderradführung, die Verzögerung übernehmen Nissin-Zweikolben-Schwimmsättel, die sich in 310er-Scheiben verbeißen. Längst überfällig ist das nun optional (für 400 Euro Aufpreis) erhältliche, abschaltbare ABS. So wird dem Schub des 106 PS starken Drillings, der seine Höchstleistung nun, wohl aufgrund der neuen Auspuffanlage, erst bei 11 850/min, also 150/min später abgibt, sicher und effektiv Einhalt geboten. Apropos Einhalt gebieten: Vor Langfingern schützt die serienmäßige elektronische Weg-fahrsperre.

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Triumph Street Triple R - An den rot lackierten Bauteilen ist die üppiger ausgestattete, radikalere R-Version zu erkennen.
Triumph Street Triple R - An den rot lackierten Bauteilen ist die üppiger ausgestattete, radikalere R-Version zu erkennen.

Die farblich hervorgehobene R-Version bietet wie bisher im Unterschied zur Basisversion voll einstellbare Federelemente (mit neuer Gabel) und kräftig zubeißende Vierkolben-Radialsättel, außerdem legte man die Fahrwerksgeometrie mit steilerem Lenkkopfwinkel (nun 66,6 statt 66,1 Grad) bei leicht verlängertem Nachlauf (95 statt 92 Millimeter) noch radikaler aus als bisher. Äußerlich erkennbare Merkmale der „R“ sind der rote Heckrahmen, die roten Zierstreifen an den Rädern und die roten Kühlerblenden. Beiden Varianten gemeinsam ist die beachtliche Gewichtsreduzierung um sechs Kilogramm sowie die stärker konturierte Sitzbank mit tieferer Sitzmulde und kantiger ausgeformter Heckpartie. Erfreulich bei alledem: Der Preis bleibt mit 8090 bzw. 9090 Euro (ohne ABS) unverändert günstig, der Preis für die ebenfalls erhältliche Führerscheinklasse-A2-konforme 48-PS-Version soll kaum höher ausfallen. R oder nicht R - in jedem Fall bleibt die Street Triple ihrem eigenständigen Auftritt und ihrem Image des sportlichen, wieselflinken Naked Bikes treu. Und das ist auch gut so.

Technische Daten:
Wassergekühlter Dreizylinder-Reihenmotor, 675 cm³, 78 kW (106 PS) bei 11 850/min, 68 Nm bei 9750/min, Alu-Brückenrahmen, Telegabel, Ø 41 mm, Aluschwinge, Zentralfederbein, Bremse vorn/hinten, Ø 310/220 mm, ABS optional, Reifen vorn 120/70 ZR 17, hinten 180/55 ZR 17, Tankinhalt: 17,4 Liter, Leergewicht: 183 kg, Preis*: 8090 Euro *Basisversion; Street Triple R: 9090 Euro

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