NSU und seine Legende Werner Haas (Archivversion) Der Augsburger holte für das NSU-Werk insgesamt drei WM-Titel –––––

Mit seiner privaten Puch war der junge Augsburger Werner Haas 1952 zur Solitude gereist, um beim ersten WM-Lauf zu starten. Ohne Chancen auf einen der vorderen Plätze, allein im Feld der großen Werksteams. Gemeinsam mit Weltklasse-Fahrern ins Rennen zu gehen war sportlicher Anreiz genug. Die neuen 125er und 250er Renner der NSU-Werke sollten vor heimischen Publikum für Aufsehen sorgen. Vier routinierte Werksfahrer hatten die Neckarsulmer verpflichtet, um die übermächtigen Italiener in Schach zu halten. Doch die Veranstaltung stand zunächst unter keinem guten Stern, denn zwei der vier Werksfahrer waren durch Trainingstürze ausgefallen. Als Rennleiter Germer notgedrungen am Vorabend des Rennens den in WM-Kreisen bislang völlig unbekannten Werner Haas eine der vakanten 125er Werksmaschinen anbot, konnte er nicht ahnen, welch sensationelles Fahrtalent seine Chance bekam.Nach einem packenden Rennen triumphierte Haas am Ende vor Weltmeister Ubbiali auf der schnellen Mondial. Haas wurde über Nacht berühmt und umgehend als NSU-Werksfahrer verpflichtet.In den folgenden zwei Jahren bescherte er dem Werk eine unvergleichliche Siegesserie und am Ende drei WM-Titel in der 125er und 250er Klasse. Mittlerweile für NSU auch noch im Geländesport erfolgreich, war Werner Haas bereits zum Idol einer ganzen Rennfahrer-Generation geworden, als er 1956, erst 29 Jahre alt, bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam.

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