Nürburgring: Die Grünen wollen Schließung (Archivversion) Sturm im Benzinfaß / Streckensperrung / Hörschaden

Die Grünen in Rheinland-Pfalz wollen den Nürburgring für den Rennsport dichtmachen - ein Aufschrei im Schumi-geilen deutschen Blätterwald. »Erst mal halblang«, meint Horst Steffny, Politischer Geschäftsführer der Grünen im Mainzer Landtag. »Das ist ein kleiner Abschnitt in unserem Programm für die Landtagswahlen, steht unter der Überschrift: ‘Umweltverträglicher Sport’.« Daß dieses Vorhaben durchsetzbar sei, glaubt er selbst nicht. »CDU, SPD und FDP haben uns diese Forderung im Wahlkampf oft genug um die Ohren gehauen. Mit denen ist da nichts zu machen.« Und an der absoluten Mehrheit sind die Grünen am 24. März mal wieder grandios vorbeigeschrammt. Die Argumente von Walter Kafitz, Chef der Nürburgring GmbH - »Die Besucher eines Formel 1-Rennens bringen 60 Millionen Mark in die Region« - und Landrat Joachim Weiler, CDU - »Über 2000 Arbeitsplätze sind betroffen« -, teilt Steffny freilich nicht. »Rings um den Ring haben wir eine durchschnittliche Verweildauer der Touristen von 2,4 Tagen, im Landesdurchschnitt sind es über vier. Und die Betten in der Region sind im Jahr nur zu 18,9 Prozent ausgelastet.« Daß sich da mehr machen läßt, hat auch die Nürburgring GmbH erkannt. Sie plant ein millionenschweres Erlebniszentrum am Ring, das auch in der rennfreien Zeit Touristen anlocken soll.

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