ÖHLINS RCS-SYSTEM (Archivversion)

Bereits 1990 startete Öhlins die Entwicklung des RCS-(Rotary damper Composite Spring-)Federungssystems, bei dem nicht nur der Dämpfer aus dem Federbein, sondern - konsequenter als bei der TL 1000 - gleich das komplette Federbein verschwinden sollte.Wie bei der Suzuki kommt ein von einer Hebelumlenkung betätigter Rotationsdämpfer zum Einsatz, der zwischen den Schwingenarmen direkt hinter dem Schwingendrehpunkt sitzt. Die schwere Stahlschraubenfeder wird durch einen deutlich leichteren, glasfiebervertärkten Kunststoffstab ersetzt, der am einen Ende fest in der Schwinge und am anderen Ende fest am Rahmen eingespannt ist und sich beim Ein- und Ausfedern durchbiegt.Bei den ersten Prototypen war diese Stabfeder unter dem Motor befestigt, inzwischen ist sie - gut geschützt - im rechten Schwingenarm untergebracht. Über die Stabvorspannung läßt sich die Federbasis einfach varrieren, das mühsame hantieren mit Hakenschlüssel oder Hammer und Schraubenzieher entfällt.Wie gut das RCS-System inzwischen funktioniert, bewies 1996 der Yamaha-Werksfahrer Demaria mit seinem Sieg beim Moto Cross-GP von San Marino. Für 1997 plant Öhlins nicht nur weitere GP-Einsätze, sondern will das System auch in einem Straßenmotorrad testen.

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