Parc fermé (Archivversion)

Neue Regeln erst 2004ReifenkriegNach dem letzten Superbike-WM-Rennen 2001 erklärte der internationale Motorradsportverband FIM offiziell, dass die in den letzten Monaten viel diskutierten Superbike-Regeln erst ab 2004 geändert werden. Das Hubraumlimit von 1000 cm3 gilt dann für alle Maschinen. Das Handikap von Motoren mit weniger Zylindern soll durch größere Air-Restriktoren und geringeres Gewicht ausgeglichen werden. Unerwartet kam dazu die Ankündigung, die Superbikes müssten ab 2004 auf Profilreifen rollen. Dieser Vorschlag des französischen Reifenherstellers Michelin wird nämlich vom Konkurrenten Dunlop vehement abgelehnt. »Wir haben uns klar gegen den Vorschlag mit Profilreifen ausgesprochen und müssen jetzt in einem FIM-Papier lesen, dass es angeblich eine Einigung über deren Verwendung in der Superbike-WM gibt. Davon kann keine Rede sein«, redet Dunlop-Renndienstleiter Reinhard Berier Klartext. »Eine Superbike-WM mit Profilreifen ist nicht das, was wir wollen.«Pikant an der Sache: Michelin möchte einerseits Profilreifen in der Superbike-WM einführen, steigt aber 2002 aus der »profilierten« Supersport-WM aus zugunsten einer neuen Klasse der spanischen Meisterschaft mit Maschinen, die zwar Supersport-Motoren haben, ansonsten aber keine Beschränkungen in Sachen Chassis, Gabel, Schwinge. Und eben auf Slicks fahren. So wird höchstwahrscheinlich die kommende GP2-Klasse (bisllang 250er-Zweitakter) aussehen.Kawasaki Racing TeamGP1-ZukunftAuf dem Pariser Motorrad-Salon erklärte Kawasaki den Einstieg in die GP1-WM 2003. Kawasaki-Superbike-Teamchef Harald Eckl bestätigte in Imola, dass er in dieses Projekt eingebunden sein wird: »Wir werden ab 2003 für Kawasaki die GP1-WM bestreiten. Unser bisheriger Fahrer Akira Yanagawa wird schon 2002 nicht mehr in der Superbike-WM eingesetzt. Er wird der Entwicklungsfahrer für die GP-1-Maschine sein.«

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