Parc fermé (Archivversion)

Überfall im BusMarco und der MobDank raffinierter Steuersparmodelle haben die GP-Stars neben Monaco und Andorra nun auch London als Wohnsitz auf der Hitliste. Nach Valentino Rossi zog nun auch Marco Melandri in die britische Metropole und mietete ein 60-Quadratmeter-Appartment in einer Nobelanlage, in der auch Fußballspieler des FC Chelsea residieren. »London gefällt mir wegen seiner verrückten Typen, die man an jeder Straßenecke treffen kann. Außerdem scheint es die Hauptstadt meiner Lieblingsmusik Techno zu sein. Im nächsten Winter werde ich einen Sprachkurs absolvieren, um noch mehr Freunde finden zu können«, kündigte der italienische Teenager an. Freilich entdeckte er auch bereits die Schattenseiten des Großstadtlebens. Nach der Rückkehr aus Assen stieg er am Flughafen Heathrow in einen Bus und vertrieb sich die Fahrzeit mit einem Telefongespräch. Bis ihm eine fünfköpfige Bande Jugendlicher das Telefon im Vorbeigehen wie selbstverständlich aus der Hand nahm. Während der Mob an der nächsten Haltestelle ausstieg, saß Melandri wie vom Blitz getroffen auf seinem Sitz – vor lauter Überraschung war er zu keinerlei Reaktion im Stande.Doohan auf V5-HondaComeback in SuzukaValentino Rossi und Superbike-Champion Colin Edwards bilden das Honda-Dream-Team bei den Acht Stunden von Suzuka am 5. August, wobei der selbst ernannte »Doktor« Rossi seine eigene, schon vor Jahren aufgestellte Spielregel über Bord wirft, unter keinen Umständen mit Tabakwerbung anzutreten: Das Motorrad ist mit Stickern der japanischen Zigarettenmarke Cabin beklebt. Ebenso schlagzeilenträchtig ist das Comeback von Mick Doohan. Der fünffache Halbliter wird die Viertakt-Honda RCV, den brandneuen GP1-Prototypen steuern – allerdings nur für einige Demonstrationsrunden.Riders for HealthNoch ein Rossi-SiegBeim traditionellen »Riders for Health Day of Champions« am Donnerstag vor dem England-GP wurde die Rekordsumme von 80000 Pfund, rund 260000 Mark, erwirtschaftet. Die Summe wird in eine Flotte von Motorrädern und Allradautos gesteckt, die in entlegenen Gebieten von Zimbabwe, Kongo, Gambia, Südafrika und bald auch Kenia und Tschad die medizinische Versorgung der Landbevölkerung verbessern soll. Valentino Rossi gewann dabei einen Scooter-Slalom und erzielte 2200 Pfund (7000 Mark) Auktionserlös für einen signierten Helm. Sein Paradegegner Max Biaggi durfte sich mit dem Rekordpreis von 4500 Pfund (14400 Mark) für eine Lederkombi für die erste Niederlage des Wochenende trösten. Dass das Geld nicht irgendwo unterwegs versickert, ist amtlich bestätigt: Riders for Health wurde von einem entsprechenden Untersuchungsgremium unlängst in Großbritannien zum Wohlfahrtsprogramm des Jahres, »Charity of the year«, gewählt.Aaron SlightComeback auf Mondial?Aaron Slight, der seine Superbike-Karriere letztes Jahr wegen einer Gehirnblutung unterbrechen musste, bestreitet auf Peugeot derzeit die britische Tourenwagenmeisterschaft. »Mein Herz schlägt aber immer noch für den Motorradsport. 2002 will ich zurückkehren«, verriet der Kiwi bei einem Besuch im Donington-Fahrerlager. Im Spätsommer wird er schon einmal den bisher noch reichlich unausgegorenen Mondial-Prototypen für die Superbike-WM mit Honda V2-Motor testen, um »zu sehen, in welche Richtung sich dieses Projekt entwickelt.“

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