Parc fermé (Archivversion)

Pulse Bungy PartySprung insUngewisseMit einem 300 km/h schnellen Motorrad Vollgas zu geben kostet beträchtliche Überwindung. Noch mehr Mut erfordert es, lediglich mit einem Gummiseil an den Füßen gesichert auf einer 60 Meter hohen Eisenbahnbrücke zu stehen und gegen jeglichen Selbsterhaltungstrieb in die Tiefe zu springen. »Etwas derart Wahnsinniges habe ich noch nie gemacht«, stöhnte Pulse-Halbliter-Pilot Mark Willis, der noch tiefer durchatmen musste als sein Teamkollege Jason Vincent, bevor er sich endlich zum Absprung entschloss. Über 50 Mitarbeiter und Freunde des neuseeländischen Teams brauchten unterschiedlich lange, bis sie sich mit dem gähnenden Abgrund unter dem »Viaduc de la Souleivre« in der Normandie angefreundet hatten. Doch das Glücksgefühl, kurz vor dem Eintauchen in den Wasserteich am Erdboden wieder zurückzuschnellen, war für alle das Gleiche. »Wo sonst siehst du Leute vor Glück tanzen und dabei ihr eigenes Foto in den Händen halten«, freute sich Alan John »AJ« Hackett bei einer Party am Abend. Die Bungy-Legende hat den Extremsport in den letzten 15 Jahren für ein Massenpublikum entwickelt und musste bei über einer Million Sprünge in Neuseeland, Australien, Mexiko Las Vegas und Deutschland keinen einzigen Unfall vermelden. Neuester Spaß des Berufsabenteurers ist seine Rolle als Sponsor: »Pulse-Teammanager Dave Stewart ist ein Schulfreund von mir. Die Risiken, die er mit diesem Team eingegangen ist, sind vollkommen verrückt. Das hat mich überzeugt«, grinste er.BMW-Boxer-CupJetzt mitKevinDer BMW-Boxer-Cup, mit VIPs wie Jürgen Fuchs, Peter Öttl, Luca Cadalora, Stéphane Mertens und Jorge Martínez schon 2000 ein vergnügliches Spektakel, wird auch in diesem Jahr ein unterhaltsames Stelldichein der Prominenz: Bei der zweiten Runde in Mugello starten abermals Cadalora, Fuchs und Martínez, aber auch Superstar Kevin Schwantz, der inzwischen eine Rennfahrerschule in Road Atlanta betreibt. Randy Mamola legt sich erneut als Botschafter für den Spaß-Wettbewerb auf den 100 PS starken Big Bikes ins Zeug. »Im Boxer-Cup kann ich meine 28 Jahre Rennerfahrung mit allen anderen Startern teilen und einige meiner Freunde überzeugen, dass wir an den Rennstrecken zusammen unseren Spaß haben können«, freute er sich. Die beste Vorbereitung für den Cup genießt Eurosport-Kommentator Jürgen Fuchs: Er testet eine Woche zuvor für MOTORRAD in Italien die Hardcore-Superbikes von Ducati und Aprilia.Riders for HealthMeister allerKlassenFür die traditionelle Wohlfahrtsveranstaltung am Donnerstag vor dem England Grand Prix ließ sich »Riders for Health«-Aktivist Randy Mamola einen besonderen Höhepunkt einfallen: Jeweils vier Fahrer der 125-, 250- und 500-cm3-Kategorie werden zu einem Scooter-Rennen rund um die Donington-Strecke antreten, vom Erlös der Wettgelder auf den Meister aller Klassen werden Geländemotorräder in entlegenen Dörfern von Zimbabwe bezahlt.Aokis Super-ZeitenComebackfür KanemotoDas Grand-Prix-Comeback von Erv Kanemoto scheint perfekt: Bridgestone entschloss sich nach vielversprechenden Probefahrten in Jerez, Kanemotos Test-Team in der Saison 2002 bei allen Rennen ins Gefecht zu schicken, und fühlte bei Mike Trimby, Sekretär der Teamverienigung IRTA, wegen eines Startplatzes vor. Nobuatsu Aoki hatte eine schnellste Runde in 1.43,8 Minuten gedreht und mit dem neuen, offiziellen Rundenrekord von Valentino Rossi gleichgezogen. »Nur die Haltbarkeit lässt noch zu wünschen übrig«, verriet der Japaner. »Nach 17 Runden war der Pneu völlig am Ende.«

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