Parc fermé (Archivversion)

Checas CrashFalscherEhrgeizSturzkönig Carlos Checa machte seinem Ruf mal wieder alle Ehre: Der Marlboro-Mann wagte sich mit einer Yamaha R1 auf die Supermotard-Strecke von Can Padró bei Barcelona, unterbot den bestehenden Rundenrekord um eine Sekunde und wollte noch schneller fahren. Den Übermut bezahlte er mit einem schweren Sturz, bei dem er sich beide Schultern auskugelte und einen Nierenriss erlitt. Die Ärzte verordneten ihm zehn Tage strikte Bettruhe. Dass der Spanier bei seinem Heim-Grand-Prix in Jerez am 6. Mai auftrumpfen wird, ist kaum zu erwarten.Stargast CapirossiFan oderVerräter?Loris Capirossi wurde für den nächsten Formel 1-Grand-Prix in Barcelona als Stargast seines Sponsors West in die Box des West-Mercedes-McLaren-Teams eingeladen – und fiel prompt bei den italienischen Ferraristi in Ungnade. »Ich bin weiterhin überzeugt davon, dass Ferrari das beste Auto im Feld hat«, verteidigte sich der Honda-Pilot. »Doch Mika Häkkinen ist mein persönlicher Freund. Er schaut nicht von oben auf die Welt herab wie gewisse andere Fahrer. Ich will keine Namen nennen, doch ich kann mir denken, dass jeder weiß, von wem ich rede...«West für PaytenOdysseezu EndeDer Australier Marcus Payten, der beim Japan-Grand-Prix die Qualifikation verpasst hatte, wurde vom holländischen Dee-Cee-Teamchef Jan Huberts gefeuert. In Südafrika steuerte Anthony West Paytens V2-Honda und begnügte sich kleinlaut mit einem Motorrad, das er vor der Saison noch Nase rümpfend verschmäht hatte. Im Rennen gab West alles, um vor V4-Pilot Chris Walker ins Ziel zu kommen, dem Star jenes Shell-Advance-Honda-Teams, das ihn nach der Saison 2000 entlassen hatte. Der Einsatz auf dem Halbliter-Production- Racer war die letzte Chance für den 19-jährigen Australier, überhaupt noch auf den abfahrenden WM-Zug aufzuspringen. Nach Absagen an Kenny Roberts senior und den schwäbischen Yamaha-Teamchef Hermann Kurz wollte West eigentlich eine Werks-Aprilia des Italieners Tino Villa steuern, doch auch dieser Deal scheiterte kläglich. »Die versprochene Bankbürgschaft ist nie bei uns eingetroffen«, hakte Aprilia-Renndirektior Jan Witteveen die Sache ab.Roberts, RossiDer Ernstdes LebensKenny Roberts jr. und Valentino Rossi haben zwei todkranke Kinder sehr glücklich gemacht: Der siebenjährige Dean Dodd, der unter Rhabcomysorcoma, einem sehr ernsten Muskelkrebs, leidet, und die vierjährige Monjenique le Roux mit Nierenkrebs erhielten persönliche Autogramme und Teammemorabilia der beiden Superstars. »Wir sollten uns stets vor Augen halten, dass es ernstere Dinge im Leben gibt als den Motorradrennsport«, meinte Rossi und legte den Arm um die kleine Monjenique. »Es ist ein gutes Gefühl, den Kindern eine Freude machen und ein paar Erinnerungen mit auf den Weg geben zu können«, erklärte Roberts und half Dean in ein Hemd von Rossis Nastro-Azzurro-Team.Glückloser DoohanHeilig’sBlechleMick Doohan ist zwar fünffacher Halbliter-Weltmeister, scheint am Volant von Rennautos aber wenig Fortune zu haben: Nachdem er schon ein Williams-Formel 1-Auto bei einem Probegalopp in Barcelona in der ersten Runde schwungvoll in die Mauer gesetzt hatte, beendete er nun auch sein Renn-Debüt auf vier Rädern mit einem spektakulären Crash. Am dritten Tag der »Targa Tasmania«, einer sechstägigen Asphalt-Rallye, legte er bei hohem Tempo eine Seitwärtsrolle hin und fügte seinem Mercedes CLK 55 AMG irreparable Schäden zu. »Ich hatte Bremsprobleme, und als ich an dieser Kurve ankam, wollte das Auto nicht dorthin, wo ich hin wollte«, entschuldigte sich Doohan, der ebenso wie sein Beifahrer Mark Stacey unverletzt aus dem Wrack kletterte.

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