Parc fermé (Archivversion)

Eurospeedway LausitzDas große FestDas Superbike-WM-Wochenende auf dem neuen Eurospeedway Lausitz zwischen Dresden und Berlin soll ein bisher einmaliger Event werden. Dies jedenfalls prognostiziert Hans-Jörg Fischer, Geschäftsführer der gigantischen Anlage in der Lausitz. »Wir bieten den Fans ein Wochenendticket zum Einheitspreis von 50 Mark bei freier Sitzplatzwahl auf allen Tribünen«, erläutert Fischer seine Idee vom gelungenen Superbike-Fest, »dazu gibt es ein Fun-Paddock mit den verschiedensten Attraktionen.« Vom hochkarätigen Rahmenprogramm steht jetzt bereits fest: eine Airshow mit Kunstfliegern, Fallschirmspringer sowie Demorunden von Ralf Waldmann mit seinen Cup-Porsche. Ein besonderes Schmankerl bereitet Fischer zusammen mit den deutschen Motorradimporteuren vor: »Auf unserem Testoval in unmittelbarer Nachbarschaft zur Rennstrecke werden die Fans die Möglichkeit haben, die Maschinen aus dem Programm aller Hersteller ausgiebig zu testen.« Tickets gibt bei der Hot-Line 01805-880288.Superbike-WMKommt Mondial?Insgesamt zehn WM-Titel holte die italienische Firma Mondial in den 50er Jahre. Jahrzehnte von der Bildfläche verschwunden, wurde der Traditionsname nun wieder belebt. Mondial Piega heißt die Maschine mit dem Motor der Honda VTR 1000 SP-2, die als Superbike in Valencia präsentiert wurde. Das Motorrad drehte am Sonntag zwischen den Rennen mit dem britischen Journalistenkollegen Alan Cathcart einige Demorunden. Ernsthaft antreten wollen die Italiener vielleicht noch bei einzelnen Rennen gegen Saisonende, genannt wurde der 2. September in Oschersleben. Als Partner im operativen Bereich stehen zwei ebenfalls in der Vergangenheit hoch dekorierte, derzeit eher unterbeschäftigte Teambesitzer zur Diskussion. Oscar Rumi war 1988 und 1989 mit Fred Merkel und Honda Superbike-Weltmeister und vertreibt sich derzeit mit Fingerübungen wie der Superstock-EM die Langeweile. Virginio Ferrari hat im Moment noch mehr Freizeit als Rumi, war ebenfalls zweimal Superbike-Champion als Teamchef, 1994 und 1995 mit Carl Fogarty und Ducati. »Vielleicht gibt es ja auch zwei Teams 2002«, orakelte Rumi sibyllinsch. Bei WM-Rennen in Monza am 11. bis 13. Mai soll das Team offiziell vorgestellt werden.Meister-TrainerTriathlon-EricDas Corona-Alstare-Suzuki-Team von Francis C. Batta verpflichtete für die neue Saison einen fünffachen Weltmeister, und kaum einer hat es gemerkt. Eric Geboers, auf den Motocross-Pisten der 80er Jahren nur schwer zu schlagen, hat in der blau-gelben Racing-Familie die Rolle des Fitness-Trainers für die Fahrer Frankie Chili, Stéphane Chambon, Katsuaki Fujiwara und Karl Muggerdige übernommen. Nach seiner Cross-Laufbahn hielt sich Geboers hauptsächlich mit Triathlon fit.Gespann-WMAlles superAlles ist super im Circus Flamminicus. Und deshalb heißen die Gespanne jetzt »Superside«. Beim Saisonauftakt auf der besten Superseite stand das wiedervereinigte österreichische Team Klaus Klaffenböck/Christian Parzer, die vor ihren LCR-Suzuki-Markenkollegen Webster/Woodhead im neu formierten Team »live on screen« und ihren letztjährigen Teamkollegen Steinhausen/Hetherington gewinnen konnten.Superstock-EMErst kurz vor dem Saisonstart wechselte der Titelverteidger James Ellison aus dem Ten-Kate-Honda-Team auf eine private, noch kaum von Sponsor-Stickern befleckte Suzuki GSX-R 1000. Dies hinderte den 19-jährigen Briten aber nicht am Sieg in Valencia. Die deutschsprachige Fraktion glänzte nur im vorderen Mittelfeld. Benny Jerzenbeck wurde Achter vor Vizeuropameister Markus Wegscheider aus Südtirol. Der Österreich Günter Knobloch aus dem Team von Jörg Teucherts Vater Arnulf verfehlte bei seinem Debüt als 16. knapp die Punkte, blieb aber einen Platz vor Benjamin Nabert.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote