Parc fermé (Archivversion)

Robert Ulm
Beraubt und am Boden
Im wahrsten Sinne auf und nieder immer wieder ging es im Zusammenhang mit dem Valencia-Rennwochenende für Gerin-Ducati-Fahrer Robert Ulm. Bei der Anreise übernachtete der Österreicher an der französisch-spanischen Grenze. »Und morgens durften wir die Arbeit von hochprofessionellen Straßenräubern bewundern«, erinnert sich Ulm mit Schaudern. Weder der Superbiker noch seine Freundin hatten den Einbruch in der Nacht bemerkt, obwohl sich die Räuber sogar noch die Zeit nahmen, lediglich wirklich Verwertbares zu klauen. »Die haben nur Geld, Kreditkarten und Kameras mitgenommen«, wundert sich der Österreicher, »Ausweise und sogar einen in die geklaute Kamera eingelegten Dia-Film haben sie da gelassen.« Am Rennwochenende glänzte Ulm dennoch zunächst mit Startplatz vier in der ersten Reihe, stürzte aber noch auf der Startgeraden nach einer Kollision mit Ducati-Werksfahrer Troy Bayliss. Mit viel Glück entging der Steirer einer Katastrophe, konnte aber wegen einer Gehirnerschütterung beim zweiten Rennen nicht mehr antreten. Sein Teamkollege Andreas Meklau kam als Elfter im ersten Rennen auch nur einmal ins Ziel.

Gespann-Weltcup
Wieder spannend
Nach der Siegesserie der beiden in zurückhaltendem Grau gehaltenen Gespanne aus dem Steinhausen-Team kam in Valencia mit dem roten Siegergespann von Klaus Klaffenböck/Adolf Hänni endlich wieder mehr Farbe ins Spiel. Die Steinhausen-Crews Webster/Woodhead und Steinhausen/Parzer mussten sich mit den Rängen zwei und drei begnügen. In der Weltcup-Gesamtwertung führt weiterhin Webster vor Klaffenböck und Steinhausen.

Superstock-WM
Leihmaschine
Fast hätte der junge Südtiroler Markus Wegscheider gar nicht starten können im Rennen der der Superstock-EM. Im Warm-up-Training am Sonntagmorgen hatte er den Motor seiner Suzuki GSX-R 750 zerstört und war sehr geknickt. Seine Konkurrentin und Vorgängerin im Schmidt-Suzuki-Team, Katja Poensgen, konnte dies nicht mit ansehen und überließ dem 23-Jährigen ihre Ersatzmaschine. Die Schmidt-Crew konnte vor dem Rennen gerade noch die Verkleidung wechseln und die GSX-R 750 zur Abnahme bringen. An eine Abstimmung auf den größeren und auch etwas schwerenen Wegscheider war nicht mehr zu denken. Aber Markus faltete sich so gut es ging auf dem »Damenmotorrad« zusammen, wurde immerhin Neunter. Und das reichte, um dem verletzungsbedingt fehlenden Briten Chris Burns die Führung in der EM-Tabelle zu entreißen. Katja selber hatte weniger Glück und stürzte in der dritten Runde. Es siegte der einheimische Daniel Oliver auf Aprilia.

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