Parc fermé (Archivversion)

Ducati-WerksteamGrande CasinoSeit klar ist, dass der vierfache Weltmeister Carl Fogarty, wenn überhaupt, erst am 3. September im niederländischen Assen wieder an den Start gehen kann, erinnerte das Ducati-Werksteam öfter an einen führungslosen Ameisenhaufen als an eine Spitzencrew, die schon acht WM-Titel gewonnen hat. Jüngste Panikaktion: Dem US-Nachwuchsmann Ben Bostrom wurde der Geduldsfaden abgeschnitten. Der Kalifornier, der sich nur zögerlich in der Superbike-WM etablieren kann, wurde von der Werksmannschaft in das halboffizielle Ducati-NCR-Team von Ex-Rennfahrer Stefano Caracchi degradiert. Im Austausch rückte der Ex-500er-Grand Prix-Fahrer Juan-Bautista Borja auf die Werks-996. Duati-Teamchef Davide Tardozzi erklärt dazu: »Ben muss endlich kämpfen lernen, und das hat er schon hier in Hockenheim hervorragend gemacht. Wir haben ihn nicht rausgeschmissen. Er ist weiterhin bei Ducati unter Vertrag, aber wir glauben, dass er sich in einem Team wie NCR besser entwickeln kann. Und mit Borja haben wir in Misano und vor allem bei seinem Heimspiel im Valencia einen absoluten Top-Fahrer im Team.«Und dann? Vielleicht darf dann Kämpfer Bostrom wieder ran, der in Hockenheim keine Gelegenheit ausgelassen hatte, Borja hinter sich zu lassen, welcher wiederum kaum besser ausgesehen hat als der unglückliche Luca Cadalora bei seinem diskreten Auftritt in Donington Park. Aber wenigstens versucht Troy Bayliss, das ehrenwerte Team endlich aus der Foggy-Agonie zu führen, was ihm mit seinem Sieg im ersten Rennen vielleicht schon gelungen ist.Gespann-Weltcup Zu seinem ersten Sieg im Gespann-Weltcup kam der mehrfache deutsche Meister Jörg Steinhausen mit seinem österreichischen Co Christian Parzer, das Rennen in der elften von 14 geplanten Runden wegen eines Unfalls abgebrochen wurde. Steinhausen schlug dabei mit seinem Suzuki-betriebenen Gespann seine Teamkollegen, die Titelverteidiger Steve Webster/Paul Woodhead. Dritter mit gerade mal einer Sekunde Rückstand wurden Klaffenböck/Hänni.Superstock-EMUnmittelbar vor der Motodrom-Eingangskurve lag Katja Poensgen mit ihrer Alstare-Corona-Suzuki GSX-R 750 auf Rang zwei des Superstock-Rennen hinter dem sicheren Sieger Chris Burns aus England auf Yamaha R1. Doch dann hat sie offenbar der Mut verlassen. Gleich drei Konkurrenten wischten innen durch, bevor sie die Tür hätte zuschlagen können, allen voran der Sütiroler Markus Wegscheider, Katjas Nachfolger im Suzuki-Schmidt-Team. Dritter wurde schließlich der junge Saarländer Benny Jerzenbeck auf der Steinhausen-Suzuki.

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