Parc fermé (Archivversion)

BimotaDer schwarze PrinzVon Prinz Malik Abdul Ibrahim, nach eigenen Angaben schwer reich und Miteigentümer sowie Hauptsponsor beim Bimota-Werksteam, fehlte auch beim vierten Superbike-WM-Auftritt der Rimininesen in Monza jede Spur. Außerdem fiel auf, dass der Name des schwarzen Prinzen von Motorrad, Transporter und anderen offiziellen Präsentationsmedien des Teams bereits wieder verschwunden war. »Wir hatten seit Wochen keinen Kontakt. Ich weiß definitiv nicht, wo er sich aufhält.« Wenig Aufklärung von Teambesitzer Virginio Ferrari zu dem Mann, der im Vorjahr mit dem Arrows-Formel 1-Team ein ähnliches Spiel getrieben hatte.AirfencesSicher zu teuer?Rund 20000 US-Dollar verlangt die australische Firma Airfence Safety Systems bei einer Veranstaltung an Leasinggebühr für die umfassende Sicherheitsausrüstung der kritischen Stellen einer Rennstrecke mit ihren erwiesenermaßen sehr wirksamen Luftkissen-Verbundsystemen. Für 34000 Dollar können die Streckenbetreiber die Airfences ein ganzes Jahr behalten. »Aber das ist vielen, wie auch hier in Monza, zu teuer«, so Airfence-Repräsentant und Ex-Rennfahrer Andy Coffey, »sie mieten uns für die Superbike-WM, weil es im Reglement vorgeschrieben ist, und die Fahrer bei kleineren Motorradrennen, von denen in Monza zum Beispiel noch fünf in dieser Saison stattfinden, lassen sie in die Mauern und Leitplanken donnern.«WM-ZukunftKein Krieg»Wir sehen die derzeitigen Auseinandersetzungen um die Zukunft der Grand-Prix-Serie und der Superbike-WM als Diskussion unter Partnern und nicht als Kriegsgeschrei«, versucht Paolo Flammini, Geschäftsführer von SBK International, der Superbike-WM-Promotionagentur, dem Thema Viertakter im GP und ihre Auswirkungen auf die Superbike-WM die Schärfe zu nehmen. »Wir müssen zusammen mit dem Weltsportverband FIM und allen beteiligten Herstellern ein Lösung finden, welche die sehr postive Entwicklung beider WM-Serien nicht zerstört.« Und das geht mit dem Wechsel auf Viertaktmotoren in der GP-Welt, so Flammini weiter, nur durch klare Unterscheidungen im Hubraum. »1000-cm3-Motoren in beiden Serien sind schlecht für den gesamten Rennsport. Wir müssen die Grand Prix und die Superbike-WM deutlich gegeneinander abgrenzen.«Donington ParkNur eine Woche vor Monza gastierte die Superbike-WM im englischen Donington Park. Siegte im ersten Rennen WM-Favorit Colin Edwards vor Frankie Chili und Ducati-Wild-Card-Fahrer Neil Hodgson, drehte der Brite im zweiten Rennen den Spieß um und gewann vor seinem Wild-Card-Kollegen Chris Walker auf Suzuki und dem kurz vor Schluss wegen Motoraussetzern von der Spitze zurückgefallenen Chili. Das Supersport-Rennen gewann Stéphane Chambon vor Jamie Whitham und Jörg Teuchert.RahmenrennenDie Titelverteidiger Webster/Woodhead siegte in Monza im Gespann-Weltcup-Rennen vor ihren härtesten Verfolgern Klaffenböck/Hänni und den Briten Abbott/Biggs. Steinhausen/Parzer fielen mit Motorschaden aus. Im Rennen zur Superstock-EM wurde der Sieger Benny Veneman disqualifiziert. Gewonnen hat so der Italiener Davide Tosolini vor seinem Landsmann Markus Wegscheider, der für das deutsche Suzuki-Schmidt-Team fährt. Katja Poensgen wurde Zehnte.

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