Parc fermé (Archivversion)

Doohan o.k.Comebackin BrünnMick Doohan erholt sich in Rekordzeit von den Verletzungen, die er bei seinem Trainingssturz in Spanien erlitt. Nur sechs Tage nach der Operation seines gebrochenen Schienbeinkopfs in San Francisco wurde der Halbliter-Weltmeister , um insgesamt 18 Schrauben und drei Platten schwerer, aus dem Krankenhaus entlassen und kann sein Knie bereits um rund 20 Grad abwinkeln. »Er ist eisenhart. Unverwüstlicher als jeder andere meiner Patienten«, zollte ihm der weltberühmte Sportunfall-Chirurg Dr. Arthur King Respekt. »Meine Motivation hat durch den Unfall nicht gelitten. Es war wie bei einem Golfer, der einen schlechten Tag hat. Ich machte einen Fehler und bezahlte dafür«, erklärte der Patient. »Doch ich werde zurückkehren, um wieder Rennen zu gewinnen, denn das macht mir immer noch Spaß. Nur die frühere Eile habe ich an diesem Punkt meiner Karriere nicht mehr - ich werde mir bis zum Brünn-Grand Prix Ende August Zeit lassen!«V2 ohne ZukunftChancefür SeteSete Gibernau, Überraschungsdritter beim Spanien-Grand Prix, erhält seine große Chance: Falls er bei Tests auf der Vierzylinder-Honda NSR 500 in Brünn genügend Talent beweist, darf er künftig das Motorrad des verletzten Mick Doohan steuern. »Falls er sich bewährt, muß er auch nach Micks Rückkehr nicht auf die Zweizylindermaschine zurück«, verriet HRC Managing Director Heijiro Yoshimura. Denn das Werksengagement mit der NSR 500 V wird Ende des Jahres wegen der Vielzahl anderer Entwicklungsprojekte ohnehin beerdigt.Mützen, T-ShirtsMax alsModezarMax Biaggi produziert nicht nur schnelle Rundenzeiten, sondern auch neue Mode: In Italien wurde eine »Max Line« mit Mützen, T-Shirts und anderen Memorabilia des Römers eingeführt, die dem erfolgreichen Merchandising von Ferrari-Star Michael Schumacher Konkurrenz machen soll. Während Schumi jährlich 100 000 Kappen absetzt, peilt Max schon mal deren 50 000 an. Auch ein Belgarda-Roller in Max-Farben, der »Aerox R Biaggi«, wird in 6000 Exemplaren aufgelegt. Vielleicht macht Max Schumi dereinst sogar auf der Strecke Konkurrenz: Der Römer speiste anläßlich des Monaco-GP mit den Formel 1-Strategen Bernie Ecclestone, Luca de Montezemolo und Jean Todt und ließ schlagzeilenträchtig durchsickern, man habe ihm verheißungsvolle Dinge in Aussicht gestellt.Circuit Paul RicardBesitzerBernieDie Erben des legendären französischen Spirituosen-Fabrikanten Paul Ricard verschleuderten ein Denkmal: Formel 1-Zar Bernie Ecclestone gelang es, den berühmten Circuit Paul Ricard samt angrenzendem Flughafen zum Spottpreis von 120 Millionen Franc, rund 40 Millionen Mark, zu übernehmen. Nach dem Langstreckenklassiker Bol d´Or Ende September soll mit umfangreichen Umbauten begonnen werden, um die Anfang der 70er Jahre gebaute Strecke wieder Formel 1-tauglich zu machen. Vorsorglich wird auch eine Ovalpiste für Indycar-Rennen eingeplant. Im Jahr 2000 muß der Motorrad-GP-Zirkus nach Le Mans oder Magny-Cours ausweichen. Ob er dann an den Schauplatz an der Cote d´Azur zurückehrt, steht noch nicht fest.110-km/h-BöenVom Winde verwehtDas erste Zeittraining der 125er am Freitag mußte wegen heftigen Windböen mit Geschwindigkeiten bis zu 110 km/h unterbrochen werden. Bei den Rundenzeiten kam es wegen des berüchtigten Mistral zu etlichen Überraschungen: Ralf Waldmann hielt die vorläufige Pole Position bei den 250ern, Zweizylinder-Pilot Tetsuya Harada glänzte mit der 500er Bestzeit.

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