Parc fermé (Archivversion)

WM-Termine ‘99Prost NeujahrVorbehaltlich der Bestätigung durch den derzeit laufenden Jahreskongreß des internationalen Motorradsportverbandes FIM in Kapstadt/Südafrika finden in der Saison 1999 zwei Superbike-WM-Rennen in Deutschland statt. Der Terminkalender insgesamt sieht wie folgt aus:4. April Kyalami/Südafrika18. April Phillip Island/Australien2. Mai Donington Park/England16. Mai Monza/Italien30. Mai Albacete/Spanien13. Juni Nürburgring27. Juni Misano/Italien11. Juli Laguna Seca/USA2. August (Bank Holiday-Montag) Brands Hatch/England29. August A1-Ring/Österreich5. September Assen/Niederlande19. September Hockenheim3. Oktober Sugo/Japan.Darüber hinaus steht ein zweites Rennen in Japan zur Diskussion.SupermonoEnde ohne Schrecken1999 wird es im Rahmen der Superbike-WM keine Supermono-Europa-Cup-Rennen mehr geben. Anstelle der Einzylinder tritt eine Nachwuchsserie für Fahrer unter 24 Jahren mit serienmäßigen Big Bikes über 750 cm³. Katja Poensgen bleibt somit Supermono-Championesse für alle Zeiten.Fahrer-MarktQuo vadis, Frankie?Ducati-Werksfahrer und WM-Vierter Pierfrancesco Chili ärgerte sich nicht nur über das unbefriedigende Ergebnis in Sugo mit Rang zwölf und Ausfall, sondern er steht auch noch zwischen Tür und Angel für die Saison 1999. Bei Ducati ist kein Platz mehr für ihn, und die brandneue Aprilia RSV mille scheint ihm nicht so recht zu schmecken. Fix für Ducati und für sein Team Ducati Performance unter Davide Tardozzi entschieden hat sich dagegen Weltmeister Carl Fogarty. Teamkollege wird höchstwahrscheinlich überraschend der unglückliche WM-Verlierer Troy Corser. Mit Corsers Entscheidung für Ducati stünde für Chili die Tür beim neuformierten Corona-Alstare-Team, welches Harris-Suzuki als offizielle Suzuki-Werksmannschaft beerbt, als Nummer eins neben James Whitham weit offen. Sollte Corser doch noch dem Alstare-Werben erliegen, müßte Chili mit seinem alten Teamchef Virginio Ferrari den Weg zu Aprilia gehen. Diese Möglichkeit wird von Teamchef Ferrari, der allerdings zu Chili keine gleichwertige Fahrer-Alternative hat, als »zweifellos hochinteressant« eingeschätzt. Frankie Chili selbst hat Bedenken, ob »die Aprilia von Anfang an gut genug ist, um zu siegen«.In Ferraris Nachfolge soll das De Cecco-Team zur Ducati-Werkscrew aufgewertet werden. Teamchef Fernando de Cecco will mit dem Geldsegen des neuen Hauptsponsors Benetton Doriano Romboni als einzigen Ducati-Werksfahrer auf Dunlop-Reifen einsetzen; Ducati Performance vertraut weiter auf Michelin. Als weiterer Großsponsor für alle Ducati-Werksfahrer wird Shell Advance einsteigen.Während bei Castrol-Honda mit den Fahrern Aaron Slight und Colin Edwards alles beim alten bleibt, schwebt wie ein Gespenst der Name Luca Cadalora über dem Superbike-WM-Zirkus. Bei Yamaha wäre der Superstar als Teamkollege von Noriyuki Haga auf dem neuen Wunderbike YZF-R7 wäre der Topstar sehr willkommen. Doch die Firmen-Vertreter beginnen sofort zu stöhnen, wenn sie mit Cadaloras Gehaltsvorstellungen konfrontiert werden, die offenbar noch oberhalb von Carl Fogartys Jahressalär, rund 3,5 Millionen Dollar, liegen. Und außerdem äußerte sich der manchmal wankelmütige Ex-Weltmeister gegenüber Urs Wenger, Chefingenieur des MuZ 500-Grand Prix-Teams, recht abfällig über die »Traktoren« in der Superbike-WM.Das Kawasaki Racing Team von Teamchef Harald Eckl ist nach der Absage von Ralf Waldmann dagegen komplett. Neben Akira Yanagawa fährt der spanische Shooting Star Gregorio Lavilla.

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