Parc fermé (Archivversion)

Ralf WaldmannInteressante NotlösungAm Montag nach dem Rennen testete Grand Prix-Star Ralf Waldmann in Assen die Werks-Kawasaki aus dem Team von Harald Eckl. Bei den Rundenzeiten auf Anhieb kaum langsamer als Kawasakis Nummer eins-Fahrer Akira Yanagawa, war Waldi vor allem vom leichten Handling der ZX-7RR angetan. Obwohl Waldmann von seinem Manager Dr. Carsten Hansen begleitet wurde, will Teamchef Eckl vorläufig den Ball flach halten: »Ich werde noch in dieser Woche Waldi ein gutes Angebot machen. Ob Waldi tatsächlich zusagt, ist allerdings noch offen.«AssenNeue StreckenführungDas achte Superbike-WM-Wochenende in Assen war das letzte internationale Rennen auf der traditionsreichen Strecke in ihrer bisherigen Form. Schon am Montag nach dem Rennen rückten die Baumaschinen an und begannen zunächst mit dem Abriß von Pressezentrum und Restaurant. Die Arbeiten an der Piste selbst beginnen Anfang Oktober. Zur Saison 1999 soll für rund 70 Millionen Mark eine um ein Drittel verkürzte Strecke mit modernsten Funktionsgebäuden bereitstehen.James WhithamOnly Rock’n’Roll, but I like itSein überaus spektakulärer Fahrstil, sein heldenmütiger und am Ende siegreicher Kampf mit einer Krebserkrankung verbinden sich mit seinem offenen, volksnahen Charakter zu einem ganz eigenen Charisma. In Assen feierte Jamie Whitham seinen 32jährigen Geburtstag und zeigte weitere Talente. Als Schlagzeuger der Rockband »The Po’Boys« überzeugte Jamie nicht weniger als auf der Rennstrecke. Die auf britische Rockmusik der 80er Jahre spezialisierte Band wurde am Sonntag abend im Fahrerlager von Assen von namhaften Background-Sängern verstärkt: Neben dem überraschend textsicheren Carl Fogarty schwangen noch Aaron Slight, Troy Corser und Colin Edwards Rhythmusinstrumente und Mikros.Supersport 600Allein gegen die AllstarsDer Plan war so gut wie klar für das Corona Alstare-Suzuki-Team beim Finale des Supersport 600-Weltcups in Assen. Der neue Meister Fabrizio Pirovano sollte seinen Teamkollegen Stéphane Chambon gegen Yamaha-Fahrer Vittoriano Guareschi abschirmen. Dann wäre mit der Vizemeisterschaft von Chambon der totale Triumph der blau-gelben Vorzeigetruppe wahr geworden. Und der Plan schien aufgegangen, als der führende Pirovano kurz vor Schluß beim Anbremsen der Zielschikane den Yamaha-Reiter so geschickt blockte, daß Chambon sich von Rang drei in Führung pfeilen konnte. Doch in der allerletzten Runde - abermals in der Schikane - forderte Guareschi, inzwischen wieder auf Platz zwei hinter Chambon, den Franzosen zum letzten Bremsgefecht und behielt angesichts der bekannten Qualitäten des Super Moto-Kaisers ganz überraschend die Oberhand. Guareschi gewann das Rennen und wurde doch noch Zweiter in der Meisterschaft. Kawasaki-Junior Stefan Nebel wurde 21.Scott RussellGoin’ homeDer Superbike-Weltmeister von 1993 hat genug. Scott Russell wird nach der eher mäßigen Saison 1998 nicht auf das neue, sagenumwobene Wunderbike Yamaha R7 warten, sondern 1999 in die US-Superbike-Meisterschaft zurückkehren. Aus verschiedenen Angebote heraus sticht die Offerte von Harley-Davidson. Allein schon die Aussicht auf den eventuellen sechsten Daytona-Sieg öffnet offenbar die gut gefüllten Geldtaschen in Milwaukee. Russells Nachfolger im Yamaha-Superbike-Team an der Seite von Noriyuki Haga könnte Supersport-Vizemeister Guareschi heißen.

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