Parc fermé (Archivversion)

Checa in Imola?Ultimatuman JohnMoviStar-Honda-Pilot Carlos Checa erholt sich überraschend schnell von den Komplikationen nach seinem Trainingssturz in England. Das Blutgerinsel an seiner Schädelbasis konnte durch Medikamente aufgelöst werden, Sehkraft und das Gefühl im rechten Arm kehrten zurück. Neurologische Untersuchungen bestätigten, daß auch am Gehirn keinerlei Schäden zurückblieben. Bleibt die zweimonatige Erholungspause nach seiner Milzoperation. »Ich sehe keinen Grund, warum er nicht schon beim Imola-Grand Prix am 6. September wieder antreten sollte«, erklärte Rennarzt Dr. Claudio Costa. Dort wird auch Marco Lucchinelli wieder fahren. Der 44jährige tritt 17 Jahre nach seinem Halbliter-WM-Titel mit einer Wild Card an. Schon früher wird mit dem Comeback von John Kocinski gerechnet: Teamchef Sito Pons erteilte dem wehleidigen Superstar ein Ultimatum, spätestens zu Testfahrten am 15. August in Montmeló wieder aufzutauchen, andernfalls sei er gefeuert. Kocinski hatte sich nach einer Verletzung des linken kleinen Fingers beim GP in Jarama auf Heimaturlaub begeben.Neue MotorenKing Kennysgroßer TestZwei lange angekündigte neue Grand Prix-Motoren erleben endlich ihre Feuertaufe. Der von Harald Bartol gebaute 125-cm3-Einzylinder wird bei Tests des Kurz-Yamaha-Teams in Brünn erstmals eingesetzt, der neue Dreizylinder-Modenas-Motor mit Ausgleichswelle und mittengelagerter Kurbelwelle wird von King Kenny Roberts persönlich ersten Probefahrten auf der Thunder Hill-Rennstrecke in Kalifornien unterzogen. Mit zwei stehenden und einem liegenden Zylinder und möglichst geradlinig verlegten Auspuffsystemen legte der Motor an Baulänge zu und brauchte damit auch ein längeres Chassis. Auf der Habenseite stehen bessere Fahrbarkeit dank gleichmäßigerer Beschleunigung und weniger Vibrationen sowie eine größere Höchstdrehzahl, die Spitzenleistung von rund 160 PS entspricht schon jetzt dem alten Modell. »Wenn alles klappt, setzen wir den Motor bereits in Brünn beim Rennen ein, erklärte Kenny.Mit GeisslerItaljet imAnflug125-cm3-Pilot Tex Geissler, in diesem Jahr wegen verspäteter Nennung gescheitert, startet mit Italjet durch: zu Testfahrten in Misano am Wochenende nach dem Sachsenring-GP trat mit der neuen Italjet 125, die nach Honda-Vorbild über einen Membranmotor mit quadratischem Bohrung-Hub-Verhältnis verfügt. Leiter des neuen Projekts ist der frühere Halbliterpilot und Weltenbummler Andy Leuthe. »Noch in diesem Jahr stehen ein deutscher und zwei italienische Meisterschaftsläufe an. Der WM-Einstieg ist spätestens im Jahr 2000 fällig«, freute sich Geissler. Früher soll die 250er GP-Karriere von EM- und DM-Leader Alexander Hofmann starten. »Wir verhandeln mit Honda, außerdem haben wir Angebote von Aprilia und Yamaha Europa«, rieb sich Hofmanns Teammanager Dieter Theis die Hände.Tolle PartyStars zumAnfassenDie Technik- und Fahrerpräsentation von Ex-Weltmeister und Sachsenring-Sieger Dieter Braun sowie den MOTORRAD-Redakteuren Walter Gottschick und Michael Rohrer am Samstag abend geriet zum Volksfest. Mario Rubatto stellte die Technik von Tomomi Manakos Werks-Honda vor, Steve Jenkner, Ralf Waldmann, Olivier Jacque erschienen zur Talkshow und wurden von Tausenden begeisterter Anhänger in der Halle und vor einer Großleinwand davor frenetisch gefeiert.

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