Parc fermé (Archivversion)

Supersport 600Aufstieg und FallDie Spitzenposition brachte nicht allen Glück beim Supersport 600-Weltcup-Rennen in Misano. Zunächst stürzte Ducati-Fahrer Yves Briguet aus der Schweiz und wenig später auch Vittoriano Guareschi auf Yamaha, jeweils auf Platz eins liegend. Da Titelverteidiger Paolo Casoli mit Motorschaden an seiner Ducati ebenfalls hatte aufgeben müssen, war von dem Spitzenquartett bei Rennbeginn nur noch Fabrizio Pirovano übrig. Unangefochten von seinem Cousin Massimo Meregalli auf Yamaha, fuhr der 38jährige Evergreen den Sieg nach Hause und baute damit die Tabellenführung weiter aus. Dritter wurde Briguets Teamkollege Cristiano Migliorati. Bester Deutscher war Jörg Teuchert (Yamaha) auf Platz zehn. Als 15. schnappte Suzuki-Pilot Christian Kellner dem Kawasaki-Fahrer Harald Steinbauer den letzten Punkt vor der Nase weg.GeburtstagskinderKein GeschenkeGleich dreimal ertönten in Misano im Fahrerlager Geburtstagsständchen. Superbiker Pierfrancesco Chili wurde am Samstag 34 Jahre alt, die auf den Tag gleich alten Supersport 600-Helden Vittoriano Guareschi und Robert Ulm feierten am Freitag ihren 27. Geburtstag. Alle drei Jubilare verließen Misano aber ohne Punkte. Chili, der wegen eines Trainingssturzes an seinem Jubeltag nicht zur Super Pole-Qualifikation antreten konnte und deshalb auf Startplatz 16 verbannt war, stürzte im ersten Rennen und schied im zweiten mit Motorproblemen früh aus. Yamaha-Austria-Fahrer Ulm rollte nach fünf Runden im Supersport-Rennen aus, und Guareschi stürzte in Führung liegend.Corona-GP-Team?Großer Sprung vorwärtsDas Corona-Alstare-Racing-Team, führend im Supersport 600-Weltcup, hat Größeres vor. Wahrscheinlich zusammen mit dem derzeitigen Partner Suzuki Deutschland sowie ihrem bestehenden Sponsorenpaket, Corona Extra und Diesel Jeans, will die belgisch/italienische Truppe schon 1999 500er Grand Prix fahren. »Wir reden außer mit Suzuki noch mit einer anderen Firma«, hielt sich Patricia Dethor, multilinguale Teammanagerin, noch bedeckt. Der Grund: Das Stammhaus in Japan würde die Belgier gern in die 250er WM schicken, wo man mit dem derzeitigen Suzuki-Team Molenaar aus den Niederlanden nicht zufrieden ist. Patricia Dethor beharrt dagegen: »Wenn wir GP fahren, dann 500er.«SupermonoFrauen-PowerIhren vierten Sieg in Serie feierte Katja Poensgen auf ihrer BMR-Suzuki im Supermono-Europa-Cup, knapp vor den Briten Steve Ruth auf Tigcraft und Jim Barton auf Ducati, hinter Poensgen Tabellenzweiter.

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