Parc fermé (Archivversion)

Rossis »Claudia Schiffer«Kommt nundie Echte?Die aufblasbare Gespielin mit dem »Claudia Schiffer«-Schriftzug auf dem Rücken, die Valentino Rossi auf seiner Ehrenrunde in Italien um den Mugello-Kurs chauffierte, hinterließ so viel Eindruck bei Aprilia, daß man nun die echte Claudia Schiffer zu einem GP-Wochenende einladen will. Ein solcher Propagandafeldzug gegen Max Biaggi, der sich mit der Bekanntschaft von Topmodel Naomi Campbell schmückt, könnte allerdings an den Kosten scheitern: 80000 Dollar verlangt Schiffer für den Einsatz. »Gebt das Geld lieber mir«, schlug Rossi vor.Paolo Pileri freiKeine BeweisePaolo Pileri, am 4. April gemeinsam mit seinem Bruder Francesco in Italien wegen der spektakulären Pleite ihrer Firma »Societá Pileri L.M.« verhaftet, ist wieder auf freiem Fuß und feierte mit seinem Schützling Noboru Ueda auf dem Podest. »Die Untersuchungen gegen mich verliefen ergebnislos. Ich bin froh, daß ein für allemal Klarheit geschaffen ist«, triumphierte er. Sein Bruder Francesco, als Teamchef von Alexandre Barros gescheitert und im Winter wochenlang spurlos verschwunden, sitzt allerdings weiter. Die Vorwürfe gegen ihn: gefälschte Rechnungen und betrügerischer Bankrott.Puigs UltimatumDie Uhr ticktGegen den spanischen 500er Honda-Star Alberto Puig, in Italien aus Angst an die Box gefahren, läuft ein Ultimatum. Bereits jetzt wurden seine besten Mechaniker abgezogen und dem Teamkollegen Carlos Checa zur Seite gestellt. Falls Puig bis zum nächsten Grand Prix in Frankreich, wo er 1996 überraschend Platz drei erzielte, nicht wieder in Schwung kommt, soll er gefeuert werden. Teamchef Sito Pons legte Geldgeber MoviStar bereits eine Liste möglicher Nachfolger vor. Einer davon ist Luca Cadalora, der bei Red Bull-Yamaha immer noch keinen Vertrag unterschrieben hat.Weil sich der Italiener bei seinen Verhandlungen so viel Zeit ließ, rief der englische Red Bull-Teammanager Peter Clifford schon mal vorsichtshalber beim englischen Ducati-Star Carl Fogarty an. »Doch ich bleibe Ducati treu. Ich bin nicht der Typ, einen Vertrag nach einem halben Jahr zu zerreißen«, reagierte Foggy. Clifford sprach daraufhin von einem Mißverständnis - er habe nur Möglichkeiten für die kommende Saison sondieren wollen.Vorfahrt für DeutscheSchindlersListeDer Sizilianer Sebastiano Zerbo hätte den verletzten UGT 3000-Star Peter Öttl beim Österreich-Grand Prix ersetzen sollen. Doch der deutsche Teambesitzer Ralf Schindler gewann die Machtprobe mit dem italienischen Teammanager Stefano Cappanera und setzte eine Chance für den deutschen Nachwuchs durch: Statt Zerbo stieg Tex Geissler auf Öttls Werks-Aprilia um. Der 19jährige Saarländer Benny Jerzenbeck wiederum ersetzte Geissler auf dessen Produktions-Honda. Der Erfolg der Rochade: Geissler fuhr als 13. erstmals in diesem Jahr in die Punkteränge, nur Jerzenbeck hatte Pech mit einem unverschuldeten Ausritt und einem Sturz bei der anschließenden Aufholjagd.D´Antin und CardosoGlück mitFortuna?Die Spanier Luis d´Antin und Jose-Luis Cardoso brachten Kleber ihres neuen Zigarettensponsors »Fortuna« auf ihren 250-cm3-Yamaha an. Etwas mehr Glück könnten die beiden wahrhaftig gebrauchen: Die Maschinen haben zehn PS zuwenig, trotzdem sind die Motoren nach jeweils 800 Kilometern derart am Ende, daß es zu spektakulären Schäden kommt. Nach dem Zieleinlauf in Italien fiel Cardosos Mechanikern bei der Demontage eine gebrochene Kurbelwelle entgegen. Bei Tests eine Woche später blockierte das Getriebe, Cardoso stürzte und erlitt eine Gehirnerschütterung. In Österreich wurde er dann von Luca Boscoscuro umgemäht.8 Stunden SuzukaHondasGroßeinsatzHonda will die Acht Stunden von Suzuka Ende Juli nach der Vorjahres-Niederlage gegen Yamaha um buchstäblich jeden Preis gewinnen und schickt ein Großaufgebot von nicht weniger als fünf Werksteams ins Rennen. Eine der spektakulären Traumpaarungen ist Alex Crivillé und John Kocinski, eine andere Tadayuki Okada und Aaron Slight. Auch die Brüder Takuma und Nobuatsu Aoki sollen gemeinsam ins Rennen gehen. Michael Doohan hat keine Lust, doch statt ihm sollen Max Biaggi und Tohru Ukawa zusammen fahren. Einziges Problem: Biaggi fordert die unverschämteste Gage von allen.

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