Perfektionstraining (Archivversion) Ding am Ring

Manchmal sollte man lieber den Mund halten. Sagt Gerd Möller, 45, beim Perfektionstraining auf den Nürburgring doch glatt: »Ich bin zwar Opa, aber bitte nennt mich nicht so.« Klar, wie Gerd von nun an heißt. Opa bekommt eine Sonderbehandlung. Darf auf einer Honda VTR 1000 SP-1 durch die grüne Hölle preschen und hat bei den Törns seinen ganz privaten Instruktur dabei. Nein, Opa ist kein Millionär, seine Brötchen verdient er als Angestellter einer Versicherung. Und der Streckenführer kümmert sich auch nicht deshalb so intensiv um Opa, weil er aus den hohen Norden stammt, wo’s eigentlich immer nur geradeaus geht. Dass er diese Vorzugsbehandlung genießt, verdankt Opa einem Bruch mit seinen Prinzipien. Er hat bei einem Preisausschreiben mitgemacht. Dem des ACTION TEAM anlässlich seines zehnjährigen Bestehens.»Sitzt du?« wollte Marita, seine Lebensabschnittsgefährtin seit 18 Jahren, beim Anruf im Büro wissen. »Was soll der Blödsinn?« kam subito retour. »Du hast gewonnen.« »Was denn? Den goldenen Dussel am Band?« Damit konnte das ACTION TEAM nicht dienen. Wohl aber mit einem Perfektionstraining auf der Nordschleife.»Einfach nur geil ist es da«, freut sich Opa über seine Ringpremiere. Dass das Wetter eher ins Kalte und Nasse tendiert, und das verschärft, stört ihn nicht. »Auch nicht der Helmut mit dem bösen Finger.« Helmut, so heißt sein Instruktor. »Erste Sahne, der Mann, auch wenn der keine Beine hat, sondern zwei Räder.« Opa kommt jetzt öfter. »Mich kriegt ihr nicht mehr los.« Wollen wir auch gar nicht. Hat auch uns einen Riesenspaß gemacht mit dir. Weil’s nicht nur Opas gibt, die wiederkommen wollen, empfiehlt es sich, die unten angegebenen Termine möglichst schnell zu buchen.

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