Piaggio/MV Agusta (Archivversion) Des Widerspenstigen Zähmung

MV-Agusta-Chef Claudio Castiglioni ließ sich sieben Monate Zeit für die Entscheidung (siehe MOTORRAD 6/2001). Jetzt steht der Deal. Der italienische Hersteller Piaggio (Umsatz 2006 Millionen Mark) übernimmt zunächst 20 Prozent der MV-Agusta-Gruppe (Umsatz 240 Millionen Mark). Über den Kaufpreis schweigen sich beide Firmen aus, doch Piaggio dürfte für diesen Einstand umgerechnet rund 30 Millionen Mark berappen. Ziel ist die komplette Fusion. Mit den Marken MV Agusta, Cagiva, Husqvarna einerseits und mit Piaggio, Vespa, Gilera, Derbi, Puch sowie Bultaco andererseits entstünde der viertgrößte Zweiradkonzern der Welt. Der Zusammenschluss kommt beiden zugute: Piaggio will neben Rollern auch Motorräder bauen und findet bei MV das passende Werk, MV braucht Kapital, weil die Firma laut italienischen Wirtschaftsberichten rund 300 Millionen Mark Schulden angesammelt hat.

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