Pit Beirer gelähmt (Archivversion) Der schwarze Tag

Sevlievo in Bul-garien, der fünfte Lauf zur aktuellen Motocross-WM am Pfingstsonntag. Pit Beirer, Deutschlands bester Stollenprofi, gewinnt den Start zum MotocrossGP-Lauf. Doch der gerade erst von einem Daumenbruch gene-sene KTM-Werkspilot kann den Rhythmus der Weltspitze nicht mitgehen, fällt zurück auf den achten Rang. Nach fünf Runden geschieht das Unfass-bare: An einem der mit 25 Meter Länge größten Table-top-Sprünge der Piste überschlägt sich der 30-Jährige nach vorn. Noch in der Luft kann sich der junge Mann aus Ludwigshafen am Bodensee von seiner Maschine trennen, schlägt dann aber hart auf den Boden auf. Die schreckliche Diagnose: Lunge verletzt, fünfter Brustwirbel zertrümmert – Querschnittslähmung. Pit Beirer wird per Hubschrauber in ein Militärkrankenhaus in Sofia gebracht. Noch am selben Abend wird er nach Deutschland geflogen und am folgenden Morgen in einer Spezialklinik im bayerischen Murnau operiert. Bei Redaktionsschluss am Sonntag nach dem Rennen befand sich der Vater einer kleinen Tochter in der Aufwachphase eines künstlich eingeleiteten Komas. Die Atmung erfolgt bereits wieder selbständig, sein Zustand ist stabil. E-Mails für Pit Beirer können an genesung@mx-world.de geschickt werden.

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