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Motorradhersteller Jawa feiert den 70. Geburtstag

Jawa feiert den 70. Geburtstag. Zugegeben, dem Jubilar ging’s schon mal besser, denn mit dem Zusammenbruch des Staatssozialismus in den frühen Neunzigern fielen auch die größten Absatzmärkte des tschechischen Traditionsherstellers weg. Mit Elan war er einst ins volle Motorradleben gestartet - zunächst mit schweren Einzylindern der Chemnitzer Motorenschmiede Wanderer, welche die Beschäftigten des Herrn Janecek in Prag nachbauten. Dann kamen eigene Aggregate hinzu, am erfolgreichsten: die leichten und dennoch robusten Zweitakt-Singles. Nach dem Zweiten Weltkrieg bevorzugte der verstaatlichte Betrieb Zweizylinder, die im Prinzip noch bis heute fabriziert werden. Erfolge, vor allem im Gelände- und Bahnsport, machten Jawa auch im Westen bekannt. 140 000 Maschinen pro Jahr, Mopeds nicht eingerechnet, verließen das Werk in diesen Blütezeiten. 1964 musste Jawa - die Planwirtschaftler wollten’s so - die Motorenproduktion im Prager Stammwerk aufgeben und die Triebwerke bei CZ, dem anderen großen tschechischen Motorradhersteller, einkaufen. Doch mittlerweile fertigt Jawa seine Motoren wieder selbst, darunter Viertakter in Honda-Lizenz. Auch das ist für die Fans der Marke ein Grund zu feiern. Und zwar beim Moto Cross-Veteranentreffen am 11. September in Stribo, 40 Kilometer hinter der deutschen Grenze bei Waldhaus, Telefon 00420/183/623858. Außerdem ist bis zum 31. Oktober im Technischen Museum in Prag-Letna noch die Ausstellung »70 Jahre Jawa« zu sehen, Telefon 00420/2/20399111.

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