Preisspiegel Suzuki (Archivversion)

Aufbruchstimmung

Suzukis Preispolitik verschafft der Marke in Deutschland seit Jahren den Platz eins in den Verkaufscharts. Entsprechend günstig sind auch die Gebrauchtpreise.

Suzukis Preise sind so sensationell, daß man sich fragen muß, ob die außer Stückzahlen auch noch Gewinne machen«, kommentierte ein in den USA lebender japanischer Motorsport-Journalist Anfang der 90er bissig-ironisch das Preisgefüge auf dem US-Markt gegenüber der japanischen Mitkonkurrenz. Diese Bemerkung ist auch fünf Jahre später bei astronomisch hoher Yenvaluta in der Bundesrepublik noch gültig. Modelle wie die GSF 600 und 1200 geraten mit guten Testergebnissen bei konkurrenzlos niedrigen Neupreisen nahezu automatisch zu Selbstläufern. So ist es kein Wunder, daß auch der Markt mit gebrauchten Suzuki floriert. Zumal die Marke gerade auf dem immer noch boomenden Choppermarkt mit den VS 750- und VS 1400-Modellen 1986 und 1987 relativ früh zu einer eigenständigen Linie fand, die bis auf geringe Modifikationen, wie das Aufbohren des kleineren Modells auf 800 cm³, noch heute aktuell ist. Mittlerweile bietet Suzuki mit dem kleinsten V2 mit 600 cm³ sogar noch eine dritte Motorvariante in dieser Fahrzeugart an. In deren Rückenwind konnte sich selbst so ein Mauerblümchen wie die LS 650 (seit 1989 im Programm) in den letzten Jahren zu einem Bestseller mausern. Noch sparsamer und unauffälliger kommt seit nunmehr 15 Jahren die GN 250 daher. Mit 17 PS nichts zum Angeben, aber als kleine Tourenmaschine ausreichend motorisiert und mit mehr als 3500 Einheiten auf Deutschlands Straßen auch reichlich vertreten. Last, but not least in dieser Aufzählung: die Populärste im Suzuki-Programm - die GS 500 E. Über 25 0000 Maschinen sind in Deutschland zugeslassen. Gerade für Einsteiger ist eine Gebrauchte dieses Modells die erste Wahl. Und da bei der GS 500 E zwar das Angebot, aber auch die Nachfrage hoch ist, läßt sie sich ohne großen Wertverlust wieder verkaufen. Die Preise in der eurotax/SCHWACKE-Liste verstehen sich als Händler-Verkaufspreise. Auf welche Kilometerleistung sich die Preise beziehen, läßt sich aus der Angabe »Kilometer-Kategorie« (2 oder 3) und im Kasten »Bewertung der Laufleistung« die unter der jeweiligen Erstzulassung steht, ersehen. Mehr- oder Minderlaufleistungen müssen mit Preisabzügen oder -Zuschlägen berücksichtigt werden.
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Interview (Archivversion) - Viel Maschine für’s Geld

50 Prozent aller Gebrauchtkäufer wollen für die locker gemachten Märker soviel Motorrad wie möglich.
? Nehmen Sie zur Zeit noch Gebrauchte in Zahlung, etwa eine GN 250, eine 400er Bandit oder eine GSX 750 F?Ja. Bei der GSF 400 allerdings muß ich passen, die ist seit dem Start der 600er Bandit preislich einfach nicht mehr zu plazieren. ? Ist jetzt kurz vor Frühlingsbeginn das Gebrauchtlager voller als im Vorjahr?Nein. Sportmaschinen und Enduros gibt es mehr, Chopper weniger. ? GS 500 E, LS 650, VS 800 und 1400 sind also schon knapp?Ja, das ist bei dem Run auf diese Bestseller ja auch nicht verwunderlich. ? Wechseln denn gebrauchte Choppermodelle nur privat den Besitzer?Auf jeden Fall bei der VS 1400. Da sind geforderte und gezahlte Gebrauchtpreise für Händler unattraktiv. ? Sind beim Standort Hamburg auch die neuen Bundesländer Ihr Einzugsgebiet?Ja, das war von Anfang an so. ? Fahren denn die Motorradfahrer aus dem Osten auf die gleichen Modelle ab wie die Wessis?Ja, neuerdings ist das so, vorher hatten die Ostdeutschen vornehmlich den Schwerpunkt Chopper. Jetzt ist das so gemischt wie direkt rund um Hamburg.?Haben Ihre Kunden größtenteils feste Vorstellungen? Oder kommen sie beispielsweise mit einem Chopperwunsch, und Sie heben sie auf eine preiswerte Enduro?So etwa halbe-halbe. Fünfzig Prozent haben ein bestimmtes Budget und kaufen damit die größtmögliche Maschine. Die andere Hälfte sucht nach bestimmten Modellen - etwa ihrem Fahrschul-Typ.

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