Preisspiegel Yamaha (Archivversion) Auf die Schnelle

Mitte Februar. Noch viel Zeit, sich um eine neue Gebrauchte zu kümmern? Anfängerfehler. Bereits im März geht die Post ab. Dann wird alles noch viel teurer.

Mitte Februar ist wirklich noch nicht die ideale Zeit zum Motorradfahren. Wer aber meint, daß deshalb auch die Beschäftigung mit dem Kauf einer neuen Gebrauchtmaschine noch viel zu früh wäre, der irrt. Ein Blick auf die Statistik des Kraftfahrtbundesamtes » Besitzumschreibungen 1995« macht deutlich, daß der Monat März Spitzenreiter im Besitzerwechsel war. Die Nachfrage wird also bald steigen und damit auch der Preis für die Gebrauchtmodelle. Momentan ist das Angebot aber noch gut.Wer glaubt, daß alle Maschinen als Anzahlung für eine andere vom Händler übernommen wurden, muß nicht richtig liegen. Immer häufiger kommt es vor, daß Motorradbesitzer im Herbst einfach aus Geldmangel ihr Bike veräußern müssen.Wieviel Maschine man für sein Geld bekommt, hängt stark davon ab, welche Art Motorrad der Käufer bevorzugt. Grob gilt: Chopper sind nach wie vor stark in Mode, entsprechend knapp ist das Angebot. DieTendenz ist klar: Die Preise steigen weiter. Eine schon etwas betagtere Yamaha XV 750 zum Preis von zirka 8000 Mark zu bekommen ist also manchmal leichter als das wesentlich populärere Modell XV 535 nach einem Jahr Laufzeit für das gleiche Geld. Besser dran ist schon ein Enduro-Fan, der mit der XT 600 liebäugelt. Der Markt auf diesem Sektor stagniert, das Angebot für gut erhaltene Enduros ist entsprechend groß, die Preise sind in der Regel angemessen. Noch besser haben es die sportlich ambitionierte Käufer. Vollverkleidete Sportler sind zur Zeit relativ günstig zu erwerben, vor allem, wenn sie nicht mehr taufrisch sind, weil ein Modellwechsel ins Haus gestanden hat. Bei Yamaha hat zum Beispiel die YZF 600 R Thunder Cat gerade die FZR 600 abgelöst, die so im Preis wahrscheinklich sinken wird.Ein Kuriosum am Rande: Obwohl die Vmax erst ab diesem Jahr beim Yamaha-Imorteur im Programm ist, toben hierzulande trotzdem mehr als 3000 Stück herum. Die gebrauchten Grauimporte sind unter 12 000 Mark kaum zu haben. Das sind immer noch zwei Drittel des Neupreises. Klaus Natuschke, Yamaha-Händler aus Delmenhorst, ergänzt: »Hinter der offenen Version mit Power Boost aus den USA sind sie her wie der Teufel hinter der armen Seele.« Die ist dann noch einmal eineinhalb tausend Mark teurer.

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