Proton/MV Agusta (Archivversion) Allianz

Am 28. Oktober 2003 unterzeichneten Claudio Castiglioni, Chef der MV-Agusta-Gruppe, und Tengku Tan Sri Mahaleel Tengku Ariff, Boss des malaysischen Autoherstellers Proton, einen Handel. In der vorsichtig formulierten Absichtserklärung will Proton die Möglichkeit prüfen, einen Anteil von 50 Prozent an MV Agusta zu erwerben. Seit November 2002 steht die MV-Gruppe, zu der auch die Marken Cagiva und Husqvarna gehören, unter der Verwaltungskontrolle des Gerichts in Varese. Das italienische Verfahren der »amministrazione controllata« wendet drohende Insolvenzen ab. Allerdings müssen auch die Kontrolleure dem potenziellen Investment von Proton zustimmen. »MV interessiert uns aus drei Gründen. Wegen der Technologie, des Designs der drei Marken, das Preise gewonnen hat, und der internationalen Ausrichtung«, sagt Tengku Mahaleel von Proton. »Außerdem kann MV Agusta helfen, Protons eigenes Motorradprogramm weiterzuentwickeln, und Proton kann MV zeigen, wie bei der Massenproduktion eine höhere Produktivität und Effektivität erreicht wird.«Proton besitzt in Europa bereits die Automarke Lotus und mischt bei den MotoGP mit der Proton KR-V5 mit. »Ich wünsche mir, dass wir eine Vereinbarung erreichen, die unseren Projekten noch mehr Stärke verleiht«, sagte Claudio Castiglioni. In einer Pressemitteilung betont der MV-Chef, dass die Produktion wieder auf Hochtouren läuft.

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