Quo vadis, 600er-Supersportler? (Archivversion) Quo vadis, 600er-Supersportler?

Drei neue Supersportler in der heiss umkämpften 600er-Klasse, ein Vergleichstest auf Biegen und Brechen, ein ganz knappes Ergebnis: Bei den kleinen Supersportlern geht es diese Saison zur Sache wie noch nie. Dabei stehen die 600er in ihrer technischen Ausführung den 1000ern dieses Genres kaum noch nach. Unglaubliche Literleistungen, modernste Bremsanlagen, hochwertigste Federelemente, Titanventile, alles, was das Herz begehrt.
Die Kehrseite der Medaille: Das hohe Niveau hat seinen
Preis. Manche neue 600er muss heute teurer verkauft werden
als ein 1000er-Auslaufmodell des vergangenen Jahres. Das drückt auf die Verkaufserwartungen. Und verhindert zunehmend, dass die kleinen Flitzer ihrer ursprünglichen Aufgabe gerecht werden. Nämlich zu einem günstigen Preis den Einstieg in die Supersport-Liga zu ermöglichen.
Vor ein paar Jahren war das anders. Da gab es das Design der Großen zu kleinen Preisen. Eben ohne Hightech, ohne teure Materialien, aber mit viel Flair und sportlichem Auftritt. Ob das nicht eine Chance wäre, die Klasse wieder attraktiver zu machen und so erneut eine breite Masse und vor allem neue, junge Käufer zu animieren?
Die Hersteller bekämpfen sich derweil heftig. Und liefern uns Stoff für einen wirklich ausführlichen und tollen Vergleichstest. Frei nach der alten Regel, mehr Hubraum bringt mehr Druck,
ist inzwischen bei Kawasaki und Triumph sogar die 600er-Grenze gefallen. Kein Zweifel: Die aktuellen kleinen Supersportler sind die besten aller Zeiten und stellen selbst den anspruchsvollsten Sportfahrer zufrieden. Dem Neuling dagegen täten es sicherlich auch ein paar PS und Euros weniger.

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