Rallye Paris-Dakar: Reportage 20 Jahre (Archivversion)

1993 Die fetten Jahre sind vorüber. In Zeiten wirtschaftlicher Rezession muß auch die Rallye Paris-Dakar, die einst mit Superlativen nur so glänzte, kürzer treten. Nur 47 Motorradfahrer stehen in Paris am Start - so wenige wie nie zuvor. Der mit knapp 9000 Kilometern vergleichsweise kurze Wüstentrip führt wieder nach Dakar, das Stéphane Peterhansel erneut als Sieger erreicht. Herbert Schek feiert kurz vor dem Start seinen 60. Geburtstag, fällt dann aber vorzeitig aus - ebenso wie Jutta Kleinschmidt, deren Yamaha von einem Lkw überrollt wird.

1994 Die Dakar-Rallye hat neue Herren. Sie wird jetzt von der Firmengruppe organisiert, zu der auch die Tour de France und die Sport-Tageszeitung L´Equipe gehören. Chef des Ganzen ist die Ski-Legende Jean-Claude Killy, als Dakar-Rennleiter wird Fenouil angeheuert. Er schickt die Fahrer von Paris nach Dakar - und dann wieder in die französische Metropole zurück. Edi Orioli gewinnt mit nur 73 Sekunden Vorsprung vor seinem Cagiva-Teamkollegen Jordi Arcarons. MOTORRAD-Redakteur Michael Griep erreicht das Ziel in Paris-Disneyland auf einem sensationellen 18. Platz.

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